Full text: Wo Steuern wir hin? (11)

Arbeit&Wirtschaft 11/20126 Aus AK und Gewerkschaften
GPA-djp: 
Geld ist genug da!
Drei-Länder-Aktionswochen von GPA-djp, ver.di und Unia.
Die deutsche Gewerkschaft ver.di, die 
 österreichische Gewerkschaft GPA-djp 
und die Schweizer Gewerkschaft Unia 
organisierten ab 1. November 2012 
Drei-Länder-Aktionswochen unter dem 
Motto „Geld ist genug da. Zeit für 
 (Steuer-)Gerechtigkeit“. 
Mit Veranstaltungen und Aktionen 
zeigten die Gewerkschaften auf, dass es 
in Europa Geld für Wachstum und In-
vestitionen gibt. Dafür muss das Miss-
verhältnis von öffentlicher Armut 
(Staatsschulden) und privatem Super-
reichtum angegangen werden. 
Die Staatsschulden der Eurozone 
 betragen heute zehn Billionen Euro. 
Dem stehen 27 Billionen an privaten 
Vermögen gegenüber. Es braucht eine 
Besteuerung der hohen Einkommen, der 
großen Vermögen und der Spekulations-
gewinne. Dann kann wieder in Bildung, 
Gesundheit, Klimaschutz und Infra-
struktur investiert werden – was Arbeits-
plätze schaffen wird. Die drei Gewerk-
schaften wollen, dass Europas Reichtum 
allen ein gutes Leben ermöglicht. 
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www.geld-ist-genug-da.eu
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Arbeiterkammer:
Hohe Preise machen das Leben 
kaum leistbar
Überprüfen Sie Ihr Preisbewusstsein …
Ein Jahr schon vergleicht die AK die 
Preise und kommt nun zum Ergebnis, 
dass Österreich ein teures  Pflaster ist. 
ÖsterreicherInnen müssen immer mehr 
fürs Essen ausgeben. In vielen Preisen ist 
ein nicht erklärbarer Österreich-Auf-
schlag enthalten. Die Verbraucherpreise 
sind in Österreich 2011 um 3,6 Prozent 
angestiegen, in Deutschland um 2,5 Pro-
zent. Auch im Durchschnitt der ersten 
vier Monate des laufenden Jahres stie - 
gen bei uns die Preise stärker als in 
Deutschland. 
Ein und dasselbe Produkt, der glei-
che Konzern – aber für österreichische 
KonsumentInnen heißt es mehr zahlen 
als für deutsche. 
So sind in Supermärkten und bei 
Discountern etwa gleiche Marken-Le-
bensmittel in Wien um durchschnitt-
lich elf Prozent teurer als in München. 
Auch bei gleichen Marken-Haushalts- 
oder Pflegeprodukten und derselben 
Drogeriekette wird es bei uns kostspie-
liger: Im März kosteten die identen Pro-
dukte bei uns über ein Viertel mehr als 
in Köln. Nun verrechnen Wiener Han-
delsketten für das gleiche Haushalts- 
oder Pflegeprodukt im Schnitt um ein 
Drittel mehr als Geschäfte in Köln. 
Gerade wer wenig hat, muss auch 
beim Einkaufen jeden Euro zweimal 
umdrehen und sehr wohl auf den Preis 
schauen, bevor Geld ausgegeben wird. 
Wer von Produkten, die er braucht, 
 immer nur das günstigste kaufte, der 
zahlte für einen Warenkorb mit 40 Pro-
dukten Anfang des Jahres in Wien um 
durchschnittlich rund neun Prozent 
mehr als in Berlin. 
Nun heißt es noch mehr ausgeben: 
WienerInnen zahlen um durchschnitt-
lich ein Fünftel mehr als BerlinerIn - 
nen. Während dieser Warenkorb Wie-
ner KonsumentInnen 83 Euro koste - 
te, waren es für BerlinerInnen rund 
71 Euro. 
Die hohen Preise machen für viele 
von uns das Leben kaum leistbar. Mit 
dem AK Supermarkt verschaffen Sie sich 
einen Überblick über Ihren Einkauf.
tinyurl.com/a4rl726
        

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