Full text: Ein Dach über dem Kopf (8)

Arbeit&Wirtschaft 8/2013 39Wir sind Europa
Wie ist Ihr Familienstand? 
Ich bin mit Andreas Dorigoni verheira-
tet, er ist Verwaltungssachbearbeiter im 
öffentlichen Dienst, wir haben zwei Söh-
ne, Samuel ist zehn Jahre alt, Lukas acht 
 Jahre, beide besuchen die Volksschule.
Was bedeutet Ihnen Arbeit? 
Meine Arbeit gibt mir Sicherheit, Unab-
hängigkeit und Lebenserfüllung.
Wie sehen Sie die italienische Wirt­
schaft? 
Zurzeit läuft die Wirtschaft auch bei uns 
schlecht aufgrund der Wirtschafts- und 
Finanzkrise, vor allem sind die Arbeits-
plätze sehr stark gefährdet.
Was bedeutet Ihnen Gewerkschaft?
Meine Gewerkschaft ist für mich An-
sprechpartner in jeglichen Bereichen der 
Bürokratie.
Wie und wie oft machen Sie Urlaub? 
Wir fahren einmal im Jahr zum Famili-
enurlaub ans Meer und ansonsten gehen 
wir in die Berge wandern und Schifahren.
Was wünschen Sie sich für Ihre Zu­
kunft? 
Gesicherte Arbeitsplätze für unsere Kin-
der und Jugendlichen, angepasste Löhne 
und angepasste Renten, damit man nach 
über 40 Jahren Arbeit bis ans Monatsen-
de auskommt.
Z U R  P E R S O N
Evelyn Januth, Alter: 38, Wohnort: Bozen – Südtirol/Italien
Erlernter Beruf: Sekretärin
Firmenstandort: Bozen
Gewerkschaft: ASGB – Autonomer Südtiroler Gewerkschaftsbund
Seit wann im Euro-BR? Seit 2007 beim ASGB tätig
I N F O & N E W S
Südtirol:
EinwohnerInnen: 509.636
Währung: Euro
Aktuelle Durchschnittskosten 
1 Liter Benzin: 1,73 €
1 Laib Brot: ca. 4,50 €
1 Liter Milch: 1,27 € 
? Liter Bier im Lokal: ca. 5 bis 6 € 
1 kg Äpfel: 3 €
1 Kinokarte: 10 €
E U R O PA  D E R  R E G I O N E N
Südtirol bildet zusammen mit dem Tren-
tino die Region Trentino-Südtirol, eine der 
insgesamt fünf italienischen Regionen, 
die mit weitgehenden Gesetzgebungsbe-
fugnissen ausgestattet und dementspre-
chend auch von der italienischen Verfas-
sung als autonome Regionen mit beson-
derem Statut anerkannt werden. (...)
Mit Einführung des Zweiten Autonomie-
status im Jahr 1972 wurden nach mehr-
jährigen Verhandlungsetappen die auto-
nomen Verwaltungskompetenzen erwei-
tert und großteils von der Region Trentino-
Südtirol an die beiden Provinzen Trient und 
Bozen übergeben. Der Provinz Bozen (in 
der eine deutschsprachige Bevölkerungs-
mehrheit vorherrscht) ist es seither vor-
behalten, eigene Gesetze im Bereich der 
öffentlichen Ämter, der Raumordnung, 
des Handwerks, der Messen und Märkte, 
der Jagd und Fischerei, dem Kommunika-
tions- und Transportwesen, dem Fremden-
verkehr und Gastgewerbe, der Landwirt-
schaft, den Kindergärten, dem Schulbau 
und einer Reihe weiterer Kompetenzbe-
reiche zu erlassen.
Um die Umsetzung der Provinzialgesetze 
und eine entsprechende Selbstverwaltung 
zu ermöglichen, wird Südtirol mit finanzi-
ellen Mitteln aus den staatlichen Steuer-
einnahmen versorgt. Etwa 90  Prozent der 
in der Provinz einbezahlten Steuern (vor 
allem der Umsatzsteuer sowie der Ein-
kommens- und Körperschaftsteuer) flie-
ßen von Rom an die Provinzverwaltung zu-
rück. Der Südtiroler Landeshaushalt be-
läuft sich auf rund fünf Milliarden Euro pro 
Jahr.  (Quelle: de.wikipedia.org)
B U C H T I P P
SOZAK (Hg.)
Hinterm Horizont geht’s 
weiter
ÖGB-Verlag, 2012,  
304 Seiten, € 24,90
ISBN: 978-3-7035-1542-2
Bestellung:
www.besserewelt.at
        

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