46 Arbeit&Wirtschaft 7/2014Man kann nicht alles wissen
Additive Produktion: Fertigungsmethode auf der 
Basis von digitalen 3-D-Konstruktionsdaten (3-D-
Druck), bei der die Produkte Schicht für Schicht 
(additiv) entstehen. Werkstoffe sind je nach Bedarf 
Kunststoffe, Metalle oder Verbundstoffe in Pulver-
form, die mittels Laser geschmolzen und dann exakt 
auf die vorherige Schicht aufgetragen werden. 
(Seite 23)
Aktuator (Aktor): Antriebselement, das elektrische 
Signale in mechanische Bewegung, Druck oder Tem-
peratur umsetzt. (Seite 29)
Badlands: Bezeichnung für durch starke Erosions-
erscheinungen geprägte, unfruchtbare Land-
schaften in den USA. (Seite 18)
Barrel (Fass): Raummaß für Erdöl- und Brauerei-
produkte; in der Erdöl-Industrie wird international 
das US-amerikanische Barrel mit 158,987 Litern 
verwendet. (Seite 18)
Belarus: amtliche Bezeichnung für Weißrussland, 
das 1991 nach der Auflösung der UdSSR entstanden 
ist. Seit 1994 wird das Land von Präsident Aleksan-
der Lukaschenko autoritär regiert. (Seite 16)
Blue Oceans:  metaphorische Bezeichnung für un-
berührte, neue Märkte oder Industriezweige, in de-
nen es (noch) keine oder kaum Konkurrenz gibt. Als 
Rote Ozeane (Red Oceans) werden gesättigte Märkte 
bezeichnet, in denen die Fische bis aufs Blut gegen-
einander kämpfen. (Seite 29)
Datenschutz-Rat: beim Bundeskanzleramt einge-
richteter Beirat, der die Bundesregierung und die 
Landesregierungen in Fragen des Datenschutzes 
berät sowie Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen 
der Bundesministerien abgibt. Dem Datenschutzrat 
gehören (ehrenamtliche) Vertreter der politischen 
Parteien, der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskam-
mer, der Länder, des Gemeindebundes, des Städte-
bundes und ein vom Bundeskanzler ernannter Ver-
treter des Bundes an. (Seite 33)
Draisine: mit Muskelkraft oder Motor angetriebenes 
Hilfsfahrzeug zur Inspektion von Bahnstrecken so-
wie zum Transport von Werkzeug und/oder Arbeitern. 
(Seite 28)
EEG-Umlage: Das deutsche Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG, eigentl.: Gesetz für den Ausbau erneu-
erbarer Energien) regelt die bevorzugte Einspeisung 
von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz 
und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisever-
gütungen. Die Differenz zwischen den Ausgaben für 
die Einspeisevergütungen und den Einnahmen aus 
den Stromverkäufen bildet die Grundlage für die 
EEG-Umlage, die von den EndverbraucherInnen zu 
zahlen ist. (Seite 38)
Embedded liberalism: von 1945 (Bretton-Woods-
Abkommen) bis Anfang der 1970er-Jahre allgemei-
ne Grundorientierung der Wirtschaftssysteme, die 
sich durch die Einbettung liberaler Maßnahmen 
(Beseitigung von Handelsschranken etc.) in natio-
nale politische Systeme auszeichnet. Damit sollten 
durch den Weltmarkt verursachte Schocks und Un-
gleichheiten abgefedert werden können. Innerhalb 
dieses Rahmens konnten sich sowohl liberale De-
mokratien wie die USA als auch demokratische 
Wohlfahrtsstaaten wie etwa Schweden ungestört 
entwickeln. (Seite 44)
Emissionszertifikat: Grenzüberschreitender Emis-
sionshandel ist ein zentraler Baustein der EU-Kli-
mapolitik gemäß dem Kyoto-Protokoll. Grundidee ist, 
dass vor allem die Gesamtsumme der Treibhaus-
gasemissionen relevant ist und deren vereinbarte 
Reduktion mithilfe von marktwirtschaftlichen In-
strumenten am schnellsten und kostengünstigsten 
erzielt werden kann. Bei einer erlaubten Obergrenze 
von beispielsweise 100 Mio. Tonnen CO
2 pro Jahr, 
werden entsprechend dieser Menge frei handelbare 
Zertifikate an die Unternehmen der betreffenden 
Region ausgegeben. Wer unter dieser Grenze bleibt, 
kann seine Zertifikate verkaufen. Emissionszertifi-
kate werden entweder von der Regierung zugeteilt 
oder können ersteigert werden. (Seite 15)
ENTSO-E: Verband europäischer Übertragungsnetz-
betreiber (European Transmission System Opera-
tors) mit Sitz in Brüssel, gegründet 1999. (Seite 30)
Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss 
(EWSA): 1957 etabliertes beratendes EU-Organ, das 
sich als Brücke zwischen Europa und der organisier-
ten Zivilgesellschaft versteht. Die 353 Mitglieder 
aus den 28 EU-Staaten, die entweder der Gruppe 
Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder verschiedene Inte-
ressen angehören, vertreten eine breite Palette an 
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interes-
sen in ihren Mitgliedsstaaten. Die Mandatare wer-
den jeweils für fünf Jahre ernannt. (Seite 34)
Fehlallokation: hier: falsche Zuordnung knapper 
Produktionsfaktoren bzw. Ressourcen. (Seite 37)
Gallium (Ga):  seltenes, silberweißes und leicht zu 
verflüssigendes Metall, aus dem der Halbleiter Gal-
liumarsenid hergestellt wird, der vor allem in 
Leuchtdioden zum Einsatz kommt. In der Natur 
kommt es nur in gebundener Form vor – etwa in 
Bauxit, Hauptabbaugebiet ist Namibia. (Seite 29)
HBI (Hot Briquetted Iron): hochwertiges, besonders 
dichtes Roheisen, das in einem speziellen Verfahren 
aus Eisenerz-Schwämmen hergestellt und unter 
anderem zur Stahlerzeugung verwendet wird. (Seite 
39)
Indium (In): seltenes, silberweißes und weiches 
Schwermetall, das vor allem in der Produktion von 
Flachbildschirmen und Touchscreens eingesetzt 
wird. Indium kommt meist in gebundener Form vor, 
hauptsächlich in Zinkerzen, in Kanada, China und 
Peru. (Seite 29)
Internationale Energieagentur (IEA): Kooperati-
onsplattform zur Erforschung, Entwicklung, 
Markteinführung und Anwendung von Energietech-
nologien, Hauptsitz in Paris. Gegründet wurde sie 
von 16 Industrienationen zum gemeinsamen Vorge-
hen gegen die damalige Ölkrise. Sie wurde 1974 als 
autonome Einheit der OECD mit Sitz in Paris errich-
tet. Die IEA verfügt über strategische Ölreserven, 
mit denen sie in den Ölmarkt eingreifen kann. 
(Seite 38)
Interkonnektor: Bauelement, das mehrere kleine 
Einheiten zu einer leistungsfähigen Großeinheit 
verbindet. (Seite 17)
Jazenjuk, Arsenij Petrowytsch: ukrainischer Poli-
tiker, geb. 1974, seit Februar 2014 Ministerpräsi-
dent, davor war der studierte Ökonom unter ande-
rem Wirtschafts- und Außenminister. Nachdem 
Jazenjuk und mehrere hochrangige Politiker aus der 
Vaterlandspartei von Julia Timoschenko ausgetre-
ten sind und die neue Partei Volksfront gegründet 
haben, ist Jazenjuk seit Kurzem deren Vorsitzender. 
(Seite 17)
Klimakonferenz 1997: Die dritte Klimakonferenz, 
auf der sich die bis zu diesem Zeitpunkt 168 Ver-
tragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention tra-
fen, fand im Dezember 1997 in Kyoto statt. Ziel war 
es, Lösungen zu finden, die durch Menschen verur-
sachte globale Erwärmung zu verlangsamen. Im 
dabei entstandenen Kyoto-Protokoll wurden erst-
mals verbindliche Ziele und Fristen für Treibhaus-
gas-Emissionshöchstmengen für Industrienati-
onen sowie Strategien und Maßnahmen festgelegt. 
(Seite 14)
Pik und Pagat: nach Tarock-Karten benannte Co-
mic-Figuren einer ÖGB-Plakatserie der 1950-er 
Jahre. Der kleine dicke Pik gibt die Stammtischmei-
nung wieder. Der große schlaue Gewerkschafter 
Pagat, benannt nach dem kleinsten Trumpf, der 
aber die anderen Karten überstechen kann, korri-
giert und informiert ihn im Sinne der Gewerkschaft. 
(Seite 11)
Verstaatlichungsgesetze: Das erste Verstaatli-
chungsgesetz für österreichische Schlüsselbe-
triebe wurde 1946 erlassen und betraf vor allem 
Banken, aber auch die Eisen- und Stahlindustrie 
sowie die Erdöl und Chemieindustrie. Mit dem zwei-
ten Verstaatlichungsgesetz kam 1947 die Elektrizi-
tätswirtschaft in den Besitz der Republik. (Seite 26)
World Economic Forum (WEF): 1971 eingerichtete 
gemeinnützige Schweizer Stiftung mit Beobachter-
status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Verein-
ten Nationen. Das Weltwirtschaftsforum ist vor 
allem bekannt durch seine Jahrestreffen in Davos, 
wo internationale Fachleute, PolitikerInnen und 
JournalistInnen über aktuelle globale Fragen disku-
tieren. (Seite 38)
        

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