6 Arbeit&Wirtschaft 7/2014Aus AK und Gewerkschaften
I M P R E S S U M
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Die in der Zeitschrift „Arbeit&Wirtschaft“ wiedergegebenen 
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von Redaktion und Herausgeber. Jeder/jede AutorIn trägt 
die Verantwortung für seinen/ihren Beitrag. Es ist nicht die 
Absicht der Redaktion, die vollständige Übereinstimmung 
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Vielfalt der Meinungen die Grundlage einer fruchtbaren 
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Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für unverlangt einge-
sandte Manuskripte.
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Redaktion und mit Quellenangabe.
GPA-djp:
Betriebsrat bei Lidl gegründet
ArbeitnehmerInnenvertretung für rund 4.500 Beschäftigte
Arbeiterkammer:
Keine Arbeit, zu wenig Geld
Situation der Menschen ohne Arbeit immer schwieriger
Rund 4.500 Beschäftigte von Lidl Öster-
reich haben jetzt einen neuen, zusätzli-
chen Ansprechpartner: Beim Lebensmit-
telhändler mit Sitz in Salzburg wurde ein 
Betriebsrat gegründet. Lidl Österreich 
hat das Angebot der Gewerkschaften, ei-
nen Betriebsrat zu gründen, aktiv mitge-
tragen, berichtet Gerald Forcher von der 
GPA-djp Salzburg: „Nach ersten konst-
ruktiven Gesprächen gab es ein gemein-
sames Schreiben von Lidl Österreich, der 
Gewerkschaft vida und der GPA-djp, in 
dem die Belegschaft über die geplante Be-
triebsratswahl informiert wurde. Die Re-
sonanz war sehr erfreulich, es haben sich 
viele Interessierte mit der Bereitschaft ge-
meldet, die Interessen ihrer Kolleginnen 
und Kollegen als Mitglied im Betriebsrat 
zu vertreten. Das Ergebnis der Betriebs-
ratswahl sind zwei gut aufgestellte Teams, 
die alle Regionen abdecken.“  
„Ich bin sehr kommunikativ und 
kenne das Unternehmen auch von meh-
reren verschiedenen Seiten“, beschreibt 
Betriebsrat Michael Wörthner seine 
Ambitionen. Er ist gelernter Tapezierer, 
musste diesen Beruf aber aus gesund-
heitlichen Gründen aufgeben. Inzwi-
schen hat er eine Abendschule absolviert 
und die Matura nachgeholt. Ende 2007 
wurde er Lidl-Filialleiter und wechselte 
danach in die Unternehmenszentrale.
Eine besondere Herausforderung 
für die frisch gewählten Betriebsrä-
tInnen: Sie waren allesamt bis dato 
noch nicht in einem Betriebsrat tätig. 
„Wir sind alle neu. Deshalb wollen wir 
den Betriebsrat aufbauen und sattelfest 
machen“, erklärt Doris Migsch, eben-
falls Mitglied des Betriebsrats. Ihre Tä-
tigkeit bei Lidl startete Migsch 1999 als 
Kassiererin im 21. Bezirk in Wien, 
2008 wurde sie Filialleiterin. „Ich bin 
schon sehr lange im Unternehmen und 
habe viel Auf- und Umbau miterlebt.“ 
Migsch hat eine Lehre als Schuhverkäu-
ferin hinter sich und war danach einige 
Jahre bei Hofer tätig. Wir wünschen 
dem Team viel Erfolg.
Weitere Infos finden Sie unter: 
www.gpa-djp.at
Menschen ohne Berufsausbildung, Perso-
nen mit gesundheitlichen Problemen 
oder Menschen ab einem bestimmten 
Alter finden seltener eine Erwerbsar-
beit, von der sie leben können. Zudem 
sind sie länger von Arbeitslosigkeit be-
droht. „Viele müssen sich also auf eine 
länger dauernde Arbeitslosigkeit ein-
stellen“, befürchtet Josef Wallner, Leiter 
der Abteilung Arbeitsmarktpolitik in 
der Arbeiterkammer Wien. 
Besonders schwierig für die Betroffe-
nen ist es, mit dem Einkommen wäh-
rend der Arbeitslosigkeit auszukommen, 
wie eine Studie von IFES und Sora zeigt. 
Bereits nach einer zweimonatigen Ar-
beitslosigkeit sagen 36 Prozent der Be-
troffenen, dass sie ein sehr großes Pro-
blem haben, mit den Einkommens- 
einbußen zurande zu kommen, nach 
sechs Monaten geht es bereits beinahe 
jedem Zweiten so. 
Für drei Viertel der Betroffenen be-
deutet Arbeitslosigkeit jedenfalls ein 
finanzielles Problem. Oft reichen die 
Mittel zur Abdeckung der Lebenshal-
tungskosten nicht mehr aus. Zwölf Pro-
zent der Befragten gaben an, häufig bzw. 
manchmal bei der Bezahlung der Miete 
in Verzug zu geraten. Besonders betrof-
fen sind AlleinerzieherInnen.
Die Studie zum Download:
tinyurl.com/lc6oaxh
        

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