Full text: JubilEUmskater (001)

Arbeit&Wirtschaft 1/20156 Aus AK und Gewerkschaften
I M P R E S S U M
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Redaktionsmitglieder:
Sonja Fercher (CvD), Sonja Adler (Sekretariat),  
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MitarbeiterInnen dieser Ausgabe:
Sonja Fercher (CvD), Sonja Adler, Elisabeth Beer, Adi Buxbaum, 
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Herausgeber:
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20–22, und Österreichischer Gewerkschaftsbund, 1020 Wien, 
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von Redaktion und Herausgeber. Jeder/jede AutorIn trägt 
die Verantwortung für seinen/ihren Beitrag. Es ist nicht die 
Absicht der Redaktion, die vollständige Übereinstimmung 
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Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für unverlangt einge-
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GPA-djp:
Dreiste Inserate veröffentlicht
Watchlist Praktikum verschärft Gangart im Kampf gegen unfaire Verträge.
AK:
Gesundheitsgefahr Ungleichheit
Studie: MigrantInnen haben ein höheres Krankheitsrisiko.
Bald 30.000 Klicks und inzwischen 150 
konkrete Meldungen auf der „Watchlist 
Praktikum“ bestätigen den enormen 
Handlungsbedarf. „Es werden die un-
glaublichsten Erlebnisse von Nicht- und 
Unterbezahlung gemeldet“, berichtet 
 Veronika Kronberger von „Plattform Ge-
neration Praktikum“. „Für eine Reihe von 
Unternehmen ist es offensichtlich ganz 
normal, BerufseinsteigerInnen auszubeu-
ten. In vielen Fällen zeichnet sich das 
schon in den Inseraten ab, in denen ganz 
unverhohlen hohe Qualifikationen und 
Flexibilität zum Billigst- oder sogar zum 
Nulltarif gefordert werden.“
„Ausschreibungen lassen Rückschlüs-
se auf die tatsächlichen Arbeitsbedingun-
gen zu, sind also ein erster Indikator da-
für, ob PraktikantInnen angemessen und 
rechtskonform behandelt werden“, so 
Karl Proyer, stellvertretender Bundesge-
schäftsführer der GPA-djp. Seit Kurzem 
werden auch Inserate genau unter die Lu-
pe genommen. „Es ist wirklich abenteu-
erlich, wie krass das Verhältnis zwischen 
Leistung und Entlohnung ist, während 
besonders findige Unternehmen auch 
noch von einer sogenannten marktübli-
chen Bezahlung sprechen. Wir haben uns 
deswegen dazu entschlossen, besonders 
dreiste Inserate öffentlich zu machen – 
die Unverfrorenheit, mit denen manche 
Arbeitgeber glauben, das Arbeitsrecht 
umgehen zu können, lässt uns ja gar kei-
ne andere Wahl“, so Proyer weiter. Ein 
Praktikum, das sich als verstecktes Ar-
beitsverhältnis entpuppt, muss selbstver-
ständlich laut Kollektivvertrag oder zu-
mindest laut ortsüblichem Entgelt ent-
lohnt werden.
Mehr Infos unter: 
www.watchlist-praktikum.at
Deutlich mehr Menschen mit Migrations-
hintergrund klagen über „erhebliche 
Schmerzen im letzten Jahr“. Eine aktu-
elle Studie des Gesundheitsministeriums 
und der AK zeigt: Während dies bei 34 
Prozent der Frauen und 34 Prozent der 
Männer ohne Migrationshintergrund zu-
trifft, liegt die Zahl bei Männern mit Mi-
grationshintergrund bei 41 Prozent und 
bei Frauen bei 44 Prozent. Deutliche Un-
terschiede gibt es bei der Prävention: So 
nutzten etwa 70 Prozent der Frauen über 
40 Jahre ohne Migrationshintergrund die 
Mammografie, bei den Frauen mit Wur-
zeln in der Türkei oder im ehemaligen 
Jugoslawien waren es nur 52 Prozent.
Zentral seien entsprechende Aus- und 
Weiterbildungsangebote für die Beschäf-
tigten der Gesundheitsberufe, so AK-
Präsident Rudi Kaske: Ansätze zu mehr 
Diversität im Gesundheitswesen gibt es 
bereits. „Solche Initiativen brauchen 
mehr Unterstützung und wir müssen jetzt 
den nächsten Schritt tun: mehr Studien 
zum Thema, die gesammelten Erfahrun-
gen auswerten und dann eine umfassen-
de Diversitätsstrategie für alle Beteiligten 
entwickeln“, so Kaske. 
„Wer weniger verdient, hat weniger 
Zeit und Geld, um etwas für seine Ge-
sundheit zu tun, und ist häufig auch noch 
im Beruf durch harte Arbeit besonders 
belastet“, sagt Kaske. „Das gilt gerade 
auch für Migrantinnen und Migranten, 
von denen viele eher zu den unteren Ein-
kommensgruppen gehören“, so Kaske. 
„Wirksame Gesundheitsvorsorge fängt 
deshalb vor allem bei der Beseitigung von 
sozialer Ungleichheit an“, so der AK-
Präsident.
Mehr Infos unter: 
tinyurl.com/p8oxkbu
        

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