Full text: Das gute Leben (10)

Arbeit&Wirtschaft 10/20156 Aus AK und Gewerkschaften
I M P R E S S U M
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Zimmermann, Josef Zuckerstätter
Redaktionsmitglieder:
Sonja Fercher (CvD), Sonja Adler (Sekretariat),  
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MitarbeiterInnen dieser Ausgabe:
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Herausgeber:
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von Redaktion und Herausgeber. Jeder/jede AutorIn trägt 
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Absicht der Redaktion, die vollständige Übereinstimmung 
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AK:
Starke Bildungsvererbung in Österreich
OECD-Bildungsvergleich: AK-Präsident Rudi Kaske fordert gesamtnatio-
nale Bildungs strategie und soziale Schulförderung.
Nach wie vor schließen hauptsächlich Kin-
der von AkademikerInnen ein Hoch-
schulstudium ab. Bei den Chancen auf 
Aufstieg durch Bildung, der sogenannten 
Aufwärtsmobilität, reiht die OECD Ös-
terreich in ihrem kürzlich veröffentlich-
ten Bildungsvergleich ganz weit hinten. 
„Wir müssen bei der Bildung alle mit-
nehmen“, fordert AK-Präsident Rudi 
Kaske. 
Zum anscheinend explosionsartigen 
Anstieg des Anteils der AkademikerIn-
nen an der Bevölkerung in Österreich, 
der sich auf den ersten Blick ergibt, sagt 
Kaske: „Wir dürfen uns nicht täuschen 
lassen.“ Ohne berufsbildende Schulen 
liegt der Anteil der AbsolventInnen von 
Hochschul-Studien nach wie vor um 
mehr als ein Drittel unter dem Schnitt 
der OECD-Länder.
Kaske fordert zusätzlich zum jüngs-
ten Bildungskompromiss der Bundesre-
gierung eine gesamtnationale Bildungs-
strategie: „Alle brauchen ihre Chance auf 
bestmögliche Bildung. Vor allem muss 
Schluss sein damit, dass Bildung vererbt 
wird.“ In der gesamtnationalen Bil-
dungsstrategie müssen weitere Schritte 
enthalten sein, damit kein Talent auf 
dem Weg zur bestmöglichen Bildung 
und Ausbildung verloren geht. Es sei ein 
Erfolg, dass jetzt das zweite Gratis-Kin-
dergartenjahr kommen soll.
Als nächster Schritt ist dem AK-Prä-
sidenten eine soziale Schulfinanzierung 
wichtig: Die Schulen sollen umso mehr 
Mittel bekommen, je mehr SchülerIn-
nen sie haben, denen die Eltern selbst 
nicht beim Lernen helfen können. 
Infos unter: tinyurl.com/powju9e
GPA-djp/AK:
Mehr Fairness bei All-in-Verträgen
Langjährige Forderung endlich erfüllt: Arbeitsrechtspaket bringt Maß-
nahmen gegen unfaire Vertragsklauseln.
Die Gewerkschaft der Privatangestellten, 
Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) 
drängt schon viele Jahre auf gesetzliche 
Initiativen gegen den Missbrauch von 
All-in-Verträgen – mit Erfolg! Ab dem 
1. Jänner 2016 muss das Grundgehalt für 
die Normalarbeitszeit klar ausgewiesen 
sein. Die verpflichtende Transparenz 
macht es möglich, auszurechnen, wie 
Mehrarbeitsstunden durch eine Überzah-
lung gedeckt sind. 
„Es geht nicht darum, diese Vertrags-
form generell in Frage zu stellen“, hält 
GPA-djp-Chef Wolfgang Katzian fest. 
„Die Verträge sollen auf jene Tätigkeiten 
beschränkt bleiben, die echte Führungs-
und Managementaufgaben beinhalten, 
und sie sollen auch kein Instrument sein, 
um Lohn- und Gehaltsansprüche von Be-
schäftigten zu senken.“ Weitere Verbesse-
rungen: Teilzeitbeschäftigte müssen in 
Zukunft darüber informiert werden, 
wenn in einem Unternehmen eine Stelle 
mit höherem Arbeitszeitausmaß ausge-
schrieben wird. Konkurrenzklauseln sind 
nur noch bei Einkommen ab 3.240 Euro 
zulässig. Außerdem sind ArbeitgeberIn-
nen künftig verpflichtet, den Arbeitneh-
merInnen eine schriftliche Lohnabrech-
nung sowie eine Kopie zur Anmeldung 
zur Sozialversicherung auszuhändigen. 
„Derzeit erleben die Rechtsberaterinnen 
und Rechtsberater in Gewerkschaften 
und Arbeiterkammern allzu oft, dass Be-
schäftigte gar keine Lohnabrechnungen 
erhalten oder nur einen Waschzettel, auf 
dem ein einziger Betrag genannt ist“, kri-
tisiert AK-Präsident Rudi Kaske. 
Infos unter: 
tinyurl.com/ox57vao
        

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