Full text: 70 Jahre Kampf für Gerechtigkeit (3)

Arbeit&Wirtschaft 3/2015 5Veranstaltung
Kunst auf der Straße gegen TTIP
Bei der Stop-TTIP-Aktionswoche der ÖGJ OÖ machen Jugendliche mit Malereien auf die Gefahren des 
 Freihandelsabkommens aufmerksam.
Der Aufruf der ÖGJ Oberösterreich wurde 
über Facebook verbreitet: Eine Woche 
lang malten Jugendliche das „Stop 
TTIP“-Logo mit Straßenmalkreiden auf 
Gehsteige, in Hauseinfahrten, Straßen 
und auf öffentliche Plätze. Das Ziel: 
Sie wollen möglichst viele Menschen 
 darauf aufmerksam machen, was die 
Freihandelsabkommen mit den sperrigen 
Namen für uns bedeuten. TTIP (mit den 
USA) und CETA (mit Kanada) werden 
hinter verschlossenen Türen verhandelt, 
werden aber Auswirkungen auf unseren 
Alltag haben. 
Sie sind eine Gefahr für unsere Sozi-
alstandards und unsere Art des Zusam-
menlebens: „Die Handels abkommen 
TTIP, CETA und TiSA gefährden unse-
re Umwelt, unsere Demokratie, unsere 
Lebensmittel, unsere Arbeitsrechte und 
unsere sozialen Errun genschaften. Die 
Abkommen sind ein Angriff der Kon-
zerne auf die Demokratie“, sagt ÖGJ-
Jugendsekretärin Michaela Kramesch. 
„Verhandelt wird geheim. Besonders 
kritisch sehen wir es, dass Konzerne 
Staaten verklagen können sollen, wenn 
sie sich in ihrem Gewinnstreben behin-
Stop TTIP Art-Week: Jugendliche aus Leonding mit ihrem Straßenkunst-
werk gegen das Handelsabkommen TTIP – Transatlantic Trade and 
 Investment Partnership.
Stop TTIP Art-Week 1: Die Straßenmalerei soll PassantInnen auf die ge-
fährlichen Auswirkungen des Freihandelsabkommens, etwa auf unsere 
Sozialstandards, aufmerksam machen.
Stop TTIP Art-Week 2: Felix Oswald und Marcel Braun aus Enns beteiligten 
sich mit einer Malerei in einer Einfahrt an der Stop TTIP Art-Week der 
Gewerkschaftsjugend.
Stop TTIP Art-Week 3: Auch bei der ÖGJ-Landeskonferenz in Hörsching bei 
Linz machten Jugendliche mit einem selbst gemalten Transparent gegen 
die Aushöhlung der Demokratie durch TTIP mobil.
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dert fühlen. Standards für Umwelt- und 
Verbraucherschutz könnten aufgekün-
digt werden, aber auch gewerkschaft-
liche Erfolge sind in Gefahr, weil sie 
 einem Konzern Kosten verursachen 
könnten. Hier steht das große Geld im 
Vordergrund, die Menschen bleiben auf 
der Strecke.“ Die Jugend lichen hoffen, 
dass sie möglichst viele Menschen mit 
ihren  Malereien und via  Facebook auf-
gerüttelt haben.
Mehr Fotos  finden Sie auf Facebook 
unter „Stop TTIP ART-WEEK“:
tinyurl.com/pyydtkt
        

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