Full text: Datenwirtschaft (7)

Arbeit&Wirtschaft 7/2015 5Veranstaltung
Solidarität mit den Flüchtlingen
Mehr als 20.000 Menschen gingen Ende August in Wien auf die Straße, um gegen die unhaltbaren Zustän-
de bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu demonstrieren, unter ihnen viele GewerkschafterInnen.
Tausende Menschen, die vor Krieg und Ter-
ror geflohen sind, sind Ende August von 
Ungarn aus in Österreich angekommen. 
Diese Ausnahmesituation ist für uns An-
lass, um diese Seite, auf der wir sonst über 
Veranstaltungen von ÖGB oder AK be-
richten, den aktuellen Ereignissen zu wid-
men. Die Bilder aus dem völlig überfüll-
ten Flüchtlingslager in Traiskirchen sowie 
von den Flüchtlingen, die vor den Türen 
als Obdachlose übernachten müssen, ha-
ben eine große Welle der Hilfsbereitschaft 
ausgelöst. Auch viele GewerkschafterIn-
nen engagieren sich und zeigen damit 
Menschlichkeit. Dort, wo es möglich ist, 
versucht der ÖGB auch mit Unterbrin-
gung zu helfen, in Salzburg etwa wurde 
das ÖGB-Haus am Wallersee dafür zur 
Verfügung gestellt. 
„Mein Dank gilt auch jenen Kolle-
gInnen, die sich privat in vielen Ei- 
geninitiativen für AsylwerberInnen 
enga gieren und mit Sachspenden und 
persönlichem Einsatz zeigen, dass es 
 viele hilfsbereite Menschen gibt und 
Österreich nicht von Ausländerfeind-
lichkeit dominiert wird. Sie leben damit 
das vor, wofür die Gewerkschaftsbewe-
Während die Demonstration durch die Mariahilfer Straße zog, kam am 
Westbahnhof eine erste große Gruppe von Flüchtlingen aus Ungarn an. Am 
darauffolgenden Wochenende sollten noch Tausende weitere kommen.
Menschen verlassen ihre Heimat und nehmen monatelange Strapazen in 
Kauf, um vor Krieg, Verfolgung und massiven Menschenrechtsverletzun-
gen zu fliehen und weil ihr Leben und das ihrer Familien in Gefahr ist. 
In allen Bahnhöfen, in denen Flüchtlinge auf ihrem weiteren Weg in Rich-
tung Deutschland eintrafen, wurden sie von vielen Freiwilligen herzlich in 
Empfang genommen und mit Sachspenden versorgt. 
„Was die österreichische Bevölkerung geleistet hat, ist überwältigend. So 
eine große Unterstützung und auch, dass so viele Freiwillige sofort zur 
Stelle waren, macht mich einfach nur sprachlos“, sagte Renate Anderl. 
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gung steht: Solidarität mit den 
Schwächsten!“, kommentierte dies 
ÖGB-Präsident Erich Foglar. 
Nicht nur Freiwillige und Gewerk-
schafterInnen setzten sich ein: „Ein Rie-
sendank gebührt den ÖBB-Mitarbeite-
rInnen, die viel Einsatz und vor allem 
Menschlichkeit gezeigt haben, um den 
Flüchtlingen ihre Situation so gut wie 
möglich zu erleichtern“, betonte ÖGB-
Vizepräsidentin und Bundesfrauenvor-
sitzende Renate Anderl. 
Mehr Infos unter:
www.volkshilfe.at
        

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