Full text: Bis der Kopf raucht (9)

Arbeit&Wirtschaft 9/20156 Aus AK und Gewerkschaften
I M P R E S S U M
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Ausland zuzüglich € 12,– Porto; für Lehrlinge, Studenten  
und Pensionisten ermäßigtes Jahresabonnement € 10,–. 
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von Redaktion und Herausgeber. Jeder/jede AutorIn trägt 
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PRO-GE:
Her mit der Freifahrt für Lehrlinge!
Die Hälfte aller Lehrlinge muss ihre Fahrtkosten selbst bezahlen. Mit einer 
neuen Kampagne kämpft die PRO-GE-Jugend dafür, dass das ein Ende hat.
Das Berufsschulinternat ist Hunderte Kilo-
meter von zu Hause entfernt und der 
Lehrling muss für die An- und Abreise 
selbst aufkommen? „Kann passieren“, sagt 
PRO-GE-Bundesjugendvorsitzender 
Sascha Ernszt. „Weil sich heutzutage die 
Berufsschulen auf bestimmte Berufe spe-
zialisieren, kommt es immer häufiger vor, 
dass du mehrere Bundesländer durchque-
ren musst, um zu deiner Schule zu kom-
men. Wenn zum Beispiel ein junger Mann 
aus Landeck in Tirol Papiertechniker wer-
den will, muss er dafür pro Lehrjahr nicht 
nur zehn Wochen Internat und eine An-
fahrt von über 300 Kilometern in Kauf 
nehmen, sondern auch noch für die An- 
und Abreise selbst aufkommen.“
Damit Lehrlinge nicht mehr auf ihren 
Fahrtkosten sitzen bleiben, startete die 
PRO-GE-Jugend die Kampagne „We are 
looking for a Freifahrt“. Um möglichst 
viele Lehrlinge zu erreichen, informieren 
die jungen GewerkschafterInnen vor Be-
rufsschulen und in Betrieben über diesen 
untragbaren Zustand. „Mithilfe eines Fra-
gebogens erheben wir, wie oft Lehrlinge 
zwischen Wohnort und Berufsschulinter-
nat hin- und herfahren und was sie das 
Ganze kostet“, erklärt Bundesjugendse-
kretär Thomas Klösch. „Mit unserem 
Fahrtkostenrechner sehen die Lehrlinge 
sofort, wie viel sie pro Jahr für die Fahrt 
zur Berufsschule und zurück ausgeben. 
Dann ist es nicht mehr schwer, sie von 
unserer Forderung nach voller Erstattung 
der Fahrtkosten zu überzeugen.“ Für alle, 
die den Fragebogen ausfüllen, gibt es tol-
le Preise zu gewinnen.
Mehr Infos unter: 
tinyurl.com/odlxqw5
EGB:
Wirtschaftswachstum in EU ankurbeln!
Generalsekretär Visentini zur Herbstprognose: Kosten für Flüchtlinge sind 
ein zusätzlicher Grund, warum wir mehr Nachfrage brauchen.
„Die Europäische Kommission muss Lohner-
höhungen aktiver fördern, um die Nach-
frage anzukurbeln und Investitionen zu 
sichern“, kommentierte Luca Visentini die 
jüngst präsentierte EU-Herbstprognose, 
die niedriges Wachstum in Kombination 
mit hoher Arbeitslosigkeit prognostiziert. 
Der Generalsekretär des Europäischen Ge-
werkschaftsbundes (EGB/ETUC) sagte 
weiter: „Ich bin erstaunt, dass Kommissar 
Pierre Moscovici den Juncker-Investitions-
plan nicht einmal erwähnt hat – offenbar 
erwartet er sich davon nicht allzu viel.“
Der EGB begrüßt die Zahlen der 
Kommission, wonach die Flüchtlinge ei-
nen zwar geringen, aber positiven Einfluss 
auf die europäische Wirtschaft haben wür-
den. „Die Notwendigkeit, Flüchtlinge un-
terzubringen und in den Arbeitsmarkt zu 
integrieren, ist ein weiterer Grund, warum 
die EU die Nachfrage ankurbeln und In-
vestitionen fördern muss.“ Der EGB ist 
besorgt, dass die Kommission Arbeits-
markt- und Strukturreformen verlangt, 
während sie gleichzeitig hofft, dass höhe-
re Einkommen die Nachfrage erhöhen 
würden. Ein klarer Widerspruch, da die 
Reformen das Gegenteil bewirken wür-
den, nämlich die Einkommen der Men-
schen niedrig zu halten.
Schlechte Nachrichten gab es für Ös-
terreich: Es wird bei der Arbeitslosigkeit 
im EU-Vergleich deutlich zurückfallen. 
Für 2016 lautet die Prognose der EU-
Kommission 6,1 Prozent, das ist nur mehr 
Rang sieben. Noch vor zwei Jahren hatte 
Österreich die niedrigste Arbeitslosenquo-
te in der EU.
Mehr Infos unter: 
www.etuc.org
        

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