16 Arbeit&Wirtschaft 8/2016Arbeit&Wirtschaft 8/2016
„Aussichtslos, vollkommen zum Scheitern verurteilt“, prophezeite man Cecily 
Corti, als sie vor mehr als zehn Jahren von ihren Plänen einer Notschlafstelle 
erzählte, die noch dazu auf Ehrenamtlichkeit beruhten. Inzwischen arbeitet  
die Witwe des Filmemachers Axel Corti mit bis zu hundert Ehrenamtlichen  
in den mittlerweile sieben Einrichtungen für Wohnungslose und Flüchtlinge  
in Wien. 
Über ihre Motivation sagt sie: „Da mir das Jammern und Klagen über die 
 Zustände maßlos auf die Nerven geht, und ich glaube, dass jeder etwas tun 
kann. Das andere ist, dass es um die Qualität der Beziehung geht. Da erschien 
mir der Kontakt und die Begegnung mit Obdachlosen, die ja in der Regel  
am meisten darunter leiden, dass sie übersehen oder nicht einmal ignoriert 
werden, als wichtige Herausforderung für mich persönlich.“ Zu Beginn waren 
sehr viel mehr „Gäste“, wie Corti die Wohnungslosen respektvoll nennt,  
aus Österreich. Heute kommen sie aus Osteuropa und Afrika.
Empathie als Schlüssel
Cecily Corti über die Arbeit mit Wohnungslosen.
Interview: Sonja Fercher | Foto: Michael Mazohl
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.