44 Arbeit&Wirtschaft 8/2016
Der A&W-Blog ergänzt die 
Printausgabe als digitales De-
battenforum. Frisch gebloggt 
gibt einen Einblick, was in 
letzter Zeit online los war. In 
voller Länge finden Sie diese 
sowie jede Menge anderer ak-
tueller Debattenbeiträge zum 
Nachlesen auf  
blog.arbeit-wirtschaft.at.
Hier einige besonders lesens- 
und sehenswerte Beiträge:
» Studie zeigt erstmals 
Crowdwork-Szene  
(Sylvia Kuba)
» Bildung ist der Schlüssel 
(Rudi Kaske)
» Hohe Schulkosten 
 belasten die Eltern  
(Manuela  Delapina und 
 Andreas Kastner)
» Videoblog: Warum 
 steigende Vermögens-
konzentration ein Problem 
für die Demokratie ist  
(Matthias Schnetzer)
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DIGITALE AKKORDARBEIT UNTER DER LUPE
Langsam ist allgemein bekannt, das „Krautwörk“ nichts mit der Landwirtschaft zu tun hat. Platt-
formen wie Clickwork, Upwork oder MyHammer werben mit günstigen Dienstleistungen, und 
das höchst erfolgreich. Aber bislang war so gut wie nichts bekannt über die Menschen, die für die-
se Plattformen arbeiten. Eine neue Studie bringt erstmals Fakten darüber ans Licht. 
Obwohl nur zwei Prozent ihr Einkommen ausschließlich aus Crowdwork beziehen, macht diese 
Form der Tätigkeit für immerhin elf Prozent mehr als die Hälfte ihrer Einkünfte aus. Die Studie 
widerlegt auch das Vorurteil, dass Crowdwork ausschließlich eine Domäne der Jüngeren ist: Im-
merhin ein Drittel ist älter als 44 Jahre, zwölf Prozent sind sogar älter als 54.
Crowdwork ist kein kleines Phänomen mehr in Österreich. Es ist daher Zeit, über faire Spielregeln 
für CrowdworkerInnen zu reden, wie etwa Klarheit über den vertragsrechtlichen Status, das Recht 
auf Organisation für die CrowdworkerInnen und natürlich auch über faire Bezahlung.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/zjk7ymk 
DEMOKRATIE STATT EIN-EURO-JOBS 
Wenn der Präsident der AK zur Blog-Feder greift, ist das Thema natürlich ein wichtiges. Es geht um 
nichts weniger als die Frage, wie aus AsylwerberInnen und MigrantInnen ein Teil der österreichischen 
Gesellschaft werden kann. Ein-Euro-Jobs sind dabei sicher nicht der richtige Weg, betont Kaske. Viel-
mehr geht es um die richtigen Qualifikationen, allen voran die Sprache. Deswegen sind Deutschkur-
se essenziell. Bedauerlich ist, dass die Ausbildungspflicht bis 18 nicht für AsylwerberInnen gilt. In der 
Lehrausbildung und bei der Anerkennung von vorhandenen Qualifikationen muss jedenfalls mehr ge-
tan werden. Aber vor allem: Kinder und Jugendliche, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, müs-
sen das Rüstzeug bekommen, sich eine faktenbasierte Meinung zu bilden und diese im Rahmen der 
demokratischen Spielregeln einzubringen. Es braucht also eine fundierte Demokratie-Bildung und ei-
nen gemeinsamen Ethik-Unterricht für alle. 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/gtod3ac
GRATIS SCHULE, TEURE SCHULE
„Schulgeldfreiheit“ ist ein schönes Wort und zudem in Österreich gesetzlich verankert. Der 
Schulbesuch sollte daher für alle Kinder eigentlich kostenlos sein. Die Wirklichkeit sieht aber 
anders aus: Bis zu 1.300 Euro müssen Wiener Eltern pro Kind an „versteckten Schulkosten“ 
tragen, wie die AK-ExpertInnen Manuela Delapina und Andreas Kastner darlegen.
Am stärksten ins Gewicht fallen die Kosten für mehrtägige Schulveranstaltungen, gefolgt von 
Nachhilfe, Beiträgen und Selbstbehalten sowie allgemeinen Schreibwaren und Materialien. 
Besucht ein Schulkind eine Ganztagsschule, kommen für die Eltern zusätzliche Kosten von 
durchschnittlich 1.695 Euro hinzu. Die Eltern fühlen sich deswegen finanziell stark belastet, ganz 
besonders betroffen sind sozial schlechter gestellte Familien. Es braucht daher ein Bündel von 
Maßnahmen, das hilft, diese Kosten sozial verträglich zu gestalten. 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/grp4oya
VERGESST DAS TOP-PROZENT
In nur 130 Sekunden erklärt Matthias Schnetzer, warum die steigende Vermögenskonzentration 
ein Problem für die Gesellschaft ist. Denn in der Demokratie muss jede Stimme das gleiche 
Gewicht besitzen. Die Reichsten nutzen jedoch ihre Vermögen für gezielte Interessenpolitik, 
während die Ärmeren den Wahlurnen fernbleiben, weil sie sich von der Politik nicht mehr 
vertreten fühlen. Und längst ist es nicht mehr das reichste ein Prozent, sondern das reichste ein 
Promille der Bevölkerung, das den Rest der Bevölkerung abhängt. Eine winzige Gruppe bestimmt 
so über das Schicksal der ganzen Gesellschaft.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/zyex6kg
        

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