Arbeit&Wirtschaft 4/2016
Armut macht krank 
Gesundheit ist eine Verteilungsfrage.
Wer weniger Geld zur Verfügung hat, ist öfter krank: 
Diesen Zusammenhang belegt eine aktuelle 
Auswertung der Statistik Austria. Demnach ist es 
beispielsweise dreimal wahrscheinlicher, dass Frauen 
und Männer in der höchsten Einkommensstufe  
ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut 
einstufen als bei denjenigen mit der niedrigsten 
Einkommensstufe.
Wer weniger Geld hat, leidet öfter an Depressionen 
und chronischen Schmerzen, bei Frauen kommt 
hoher Blutdruck dazu. Riskantes Gesundheits­
verhalten wie Rauchen und Übergewicht ist stärker 
verbreitet als bei Menschen mit hohen Einkommen. 
Schließlich sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für 
körperliche Aktivitäten mit dem sinkenden 
Einkommen. 
Wer also für gute Gesundheit der in Österreich 
lebenden Menschen sorgen will, muss sich demnach 
für mehr Chancengleichheit und Gerechtigkeit 
einsetzen, auf dass Gesundheit keine Frage des Geldes 
oder des Erbes bleibt. 
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