Arbeit&Wirtschaft 4/2016
Bildung ist  
die beste Medizin 
Wer weniger verdient, hat ein höheres Risiko  
krank zu werden. Die soziale Selektivität  
des Bildungswesens setzt sich somit  
bei der Gesundheit fort.   
Text: Sonja Fercher | Fotos: Michael Mazohl
COVERSTORY
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I
ch glaub, wenn ma a Geld hat, fühlt 
ma sich sowieso besser und sicherer 
als wie wenn ma immer [überlegen 
muss,] kann ich ma das leisten oder 
nicht leisten. Alles wird zum Problem und 
des Problem wird dann wieder zum Pro-
blem.“ Dieses Zitat stammt aus einer Stu-
die, in der die Armutskonferenz Lücken 
und Barrieren im österreichischen Ge-
sundheitssystem aus der Sicht von Ar-
mutsbetroffenen aufspürt. Dass Geld ei-
nen Einfluss auf das Wohlbefinden von 
Menschen hat, steht außer Zweifel. Eben-
so steht außer Frage, dass Armut krank 
macht.
„Mit sinkendem sozialen Status stei-
gen die Krankheiten an, die untersten 
sozialen Schichten weisen die schwers-
ten Krankheiten auf und sind gleichzei-
tig mit der geringsten Lebenserwartung 
ausgestattet“, heißt es in der Studie. Da-
rin ist von einer „sozialen Stufenleiter“
        

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