42 Arbeit&Wirtschaft 1/2017
IP-Adresse: Beim Surfen im Web erhält 
jeder Rechner eine IP-Adresse, die Ab-
kürzung „IP“ steht für Internetproto-
koll. Man könnte diese Adresse mit ei-
nem Kennzeichen vergleichen: Mit ihr 
ist jeder Computer, jedes Tablet und 
 jedes Smartphone weltweit eindeutig 
identifizierbar. 
Geoblocking: Viele Anbieter blockieren 
den Zugang für KonsumentInnen aus 
dem Ausland. KonsumentInnen können 
dann zum Beispiel nicht in jenem 
 Online-Shop bestellen, in dem das Pro-
dukt am günstigsten angeboten wird, 
sondern nur im eigenen Land. Oftmals 
bekommen sie die Preise aus ande- 
ren Ländern niemals zu Gesicht (siehe 
„Re-Routing“). 
Als Argument für Geoblocking 
könnte man unterschiedliche Lohnni-
veaus ins Feld führen, die unterschied-
liche Preise innerhalb der EU rechtfer-
tigten. 
Immerhin ist es nicht einzusehen, 
dass ein vergleichsweise besser verdie-
nender EU-Bürger im billigeren Web-
shop eines anderen EU-Landes mit 
 einem niedrigeren Lohnniveau ein - 
kauft – und damit vielleicht sogar die 
dortigen Preise zum Nachteil der 
dort lebenden Menschen beeinflusst. 
Dazu sei angemerkt, dass Online-
Händler bisweilen sogar das Gegenteil 
betreiben. 
Dagegen spricht, dass es sich dabei 
um eine Diskriminierung aufgrund des 
Wohnortes oder der Staatsbürgerschaft 
handelt. Der VKI wiederum spricht 
von einem „knallharten Protektionis-
mus“ durch Online-Händler. 
Re-Routing: Das bedeutet, dass man 
 automatisch zu einer anderen Website 
weitergeleitet wird. Bei grenzüberschrei-
tend tätigen Online-Händlern heißt 
das, dass man dann immer im Online-
Shop des eigenen Landes landet. Inzwi-
schen wird man meist gebeten, dieser 
Umleitung zuzustimmen. Lehnt man 
ab, kann man im Online-Shop des 
 ursprünglich ausgewählten Landes sur-
fen. Allerdings hat man nur das Recht 
auf Windowshopping, denn Konsu-
mentInnen in der EU haben kein Recht 
darauf, die Produkte auch auf der 
Seite im EU-Ausland zu kaufen. An-
bieter umgehen dies beispielsweise da-
durch, dass sie in den länderspezifischen 
Shops nur Lieferungen in das jeweilige 
Land anbieten.  
Cookies: Ein Cookie ist eine Datei, in der 
das Verhalten und Surfen von NutzerIn-
nen protokolliert und gespeichert wird. 
Dieses Protokoll wird als Information an 
den Anbieter geschickt. Praktisch kön-
nen Cookies sein, wenn man Produkte 
in einen Warenkorb legt, man aber noch 
eine Nacht darüber schlafen möchte, be-
vor man zuschlägt. Cookies sorgen dafür, 
dass die Produkte noch im Warenkorb 
sind, wenn man die Seite nach dieser 
Nachdenkpause wieder aufruft. So prak-
tisch dies ist, so anfällig ist es für Miss-
brauch. 
Cookies werden für viele verschie-
dene Funktionen eingesetzt, unter an-
derem zum Verfolgen des Surfverhal-
tens. Für den Computer sind Cookies 
an sich nicht gefährlich, es sind we- 
der Viren, noch können sie Schadsoft-
ware installieren. Auch werden sie 
nicht  ausschließlich für Werbezwecke 
verwendet. 
Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass 
Website-Anbieter die NutzerInnen dar-
über informieren müssen, welche per-
sonenbezogenen Daten erhoben und 
für welche Zwecke sie verwendet wer-
den. In Österreich geht man allerdings 
davon aus, dass NutzerInnen durch 
ihre Browsereinstellungen – dort kann 
man die Verwendung von Cookies ab-
lehnen – bereits ihre Zustimmung ge-
geben haben. Es ist jedenfalls sinnvoll, 
Cookies regelmäßig zu entfernen. 
Gut zu wissen
Geoblocking oder Re-Routing: Was hinter diesen Begriffen steckt, worauf 
 NutzerInnen achten sollten und wo sie sich informieren können.
Beratung  
und  Information
AK-KonsumentInnenschutz: 
Telefonische Beratung  
und Termin vereinbarung (8–12 Uhr): 
01/501 65-209
tinyurl.com/hpmgc8j
Verein für Konsumenteninformation (VKI):
Mariahilfer Straße 81
1060 Wien
Telefon: 01/588 77-0
Fax-Beratung: 01/588 77-71
E-Mail: konsument@vki.at  
Saferinternet.at 
www.saferinternet.at 
Internet-Ombudsmann
www.ombudsmann.at
        

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