Full text: Work in Regress (2)

44 Arbeit&Wirtschaft 2/2018
awblog.at ist die digitale Ergänzung 
zur Printausgabe der „Arbeit&Wirtschaft“. 
Frisch gebloggt zeigt die Highlights.
Österreich hat eine starke öffentliche Alterssiche-
rung. Und wie aus den einschlägigen Daten hervor-
geht, ist diese nicht nur die sicherste, sondern auch 
die kostengünstigste Variante. Langfristige Progno-
sen zeigen zudem, dass die jüngsten Pensionsrefor-
men besser greifen, als von neoliberalen Kommen-
tatoren gebetsmühlenartig bestritten wird. Wozu 
also die Panikmache? Wer ein nachweislich lang be-
währtes System gezielt schwächt oder schlechtredet, 
muss sich die Frage nach seinen politischen Motiven 
gefallen lassen. In diesem Fall spiegeln diese eindeu-
tig private Profitinteressen wider (Steuersenkungen 
für Unternehmen, Privatisierung der Altersvorsorge) 
– und widersprechen weitgehend den Interessen der 
Lohnabhängigen. Es braucht aber keine weitere Um-
verteilung von unten nach oben unter dem Deck-
mantel der nächsten großen „Pensionsreform“. 
Stattdessen sollte eine faire und nachhaltige Alters-
sicherungspolitik danach trachten, die Arbeitsmarkt-
chancen der Menschen zu verbessern.
 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/ycztnyx4
Pensionen: Panikmache 
als dreiste Masche
Josef Wöss
Bis zum Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 war die 
Lohnentwicklung in Europa durch Reallohnzuwäch-
se gekennzeichnet. Auch das Lohnniveau der neuen 
Mitgliedsländer konnte sich stetig dem EU-Durch-
schnitt annähern. Nicht zuletzt aufgrund der kon-
servativen Krisenpolitik kam diese Entwicklung je-
doch zum Erliegen. Die Lohnzurückhaltung und die 
Dezentralisierung von Tarifverhandlungen haben 
weder zu Wachstum geführt noch Beschäftigung ge-
schaffen. Stattdessen treiben nun starke Lohngefäl-
le einen Keil zwischen die Beschäftigten der einzel-
nen Länder. Die ArbeitnehmerInnen in Europa werden 
in einen Negativ-Wettbewerb getrieben, Lohn- und 
Sozialdumping begünstigt den Aufstieg rechtspopu-
listischer Bewegungen. Der Europäische Gewerk-
schaftsbund (EGB) setzt dieser Entwicklung die ein-
zige funktionierende Antwort entgegen: Solidarität. 
Im Rahmen einer gemeinsamen „Pay-Rise-Kampa-
gne“ fordern europäische GewerkschafterInnen Sei-
te an Seite mehr Lohngleichheit – vor allem durch 
höhere und gerechtere Löhne. 
 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/y9hfaley
Gemeinsam stark: 
Lohndumping, nein danke!
Susanne Wixforth
Wenn Ihnen ein Blogbeitrag gefällt, belohnen Sie uns und die Autorinnen und Autoren doch damit, dass Sie den Beitrag per 
Facebook, Twitter, E-Mail oder – ganz klassisch – per Mundpropaganda an interessierte Menschen weitergeben!
Wir freuen uns, wenn Sie uns abonnieren: 
Sie finden uns auch auf Facebook & Twitter  
facebook.com/arbeit.wirtschaft & twitter.com/AundW
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.