32 Arbeit&Wirtschaft 10/2018
wie Homeoce und mobiles Arbeiten 
machen die Planung nicht gerade leich-
ter. Denn immer seltener sind alle Ange-
stellten gleichzeitig anwesend. 
„Bei manchen Betrieben kommen 
die MitarbeiterInnen in der Früh vorbei 
und fahren danach wieder“, berichtet 
Bezirksstellenleiter Alfred Jordan, „da ist 
es einfach sinnvoll, dass das Wahllokal 
gleich zu Arbeitsbeginn geönet hat. 
Und bei Schichtbetrieb erreichen wir 
während des Schichtwechsels die meis-
ten Beschäftigten.“ 
Für die schwierige Koordination der 
Einsätze benötigen der AK-Bezirksstel-
lenleiter gemeinsam mit seiner Mitar-
beiterin Marion Klapps mehrere Stun-
den. Im Veranstaltungssaal, nur dort ist 
genügend Platz, planen sie mihilfe des 
Stadtplanes die zeitliche Abfolge der Be-
treuung. 
Diese Herausforderung kennen auch 
die MitarbeiterInnen des AK-Wahlbü-
ros in St. Pölten. Generell, so Christian 
Haberle, gebe es leider die Tendenz, dass 
die Betriebe für die Zeiten der Stimm-
abgabe vor der Wahlkommission nur 
Randzeiten vorschlagen. Der Arbeits-
ausfall durch das Wählen wäre dadurch 
niedriger. „Das bedeutet aber gleichzei-
tig auch, dass zu diesen Zeiten weniger 
Beschäftigte anwesend sind.“
Betriebsstättenerhebung Nummer 2
Wahlberechtigt sind alle, die am 3. De-
zember in Niederösterreich beschäftigt 
sind, sowie alle, die sich veranlagt haben 
(siehe oben) und deren Wahlberechti-
gung nach Prüfung durch die Wahlbe-
hörde festgestellt wurde. Allerdings sind 
auch Anpassungen bei der Zuordnung 
der MitarbeiterInnen zu den Wahlspren-
geln möglich, erklärt Alfred Jordan: etwa 
wenn ein Betrieb LeiharbeiterInnen hat, 
die nicht dort, sondern bei der Leihar-
beitsfirma angemeldet sind. Da ist es na-
türlich sinnvoll, wenn diese Mitarbeite-
rInnen auch direkt im Betrieb wählen 
können. 
Am 14. Dezember erfolgt die zweite 
Betriebsstättenerhebung: Die Betriebe 
melden dem AK-Wahlbüro Namen und 
Sozialversicherungsnummern. Dement-
sprechend werden die WählerInnen-
Listen erstellt. 
Ein wichtiger Kommunikationska-
nal zwischen Wahlbüro und den Be-
zirksstellen ist die zentrale Wahldaten-
bank. Sie liefert den MitarbeiterInnen 
vor Ort aktuelle Informationen und 
Fakten. Die Bezirksstellen wiederum ge-
ben sämtliche Daten, etwa aus den Ein-
verständniserklärungen, in das System 
ein. In Korneuburg ist dafür Brigitte 
Schüller verantwortlich. Auf Basis dieser 
Vorgaben werden Mitte Februar die ex-
akten Wahlzeiten und Wahlorte von der 
Zweigwahlkommission beschlossen. Ih-
ren Vorsitz übernimmt ein/e VertreterIn 
der Bezirkshauptmannschaft oder des 
Magistrats. Änderungen sind nur in 
echten Notfällen (Betriebsschließungen, 
Naturkatastrophen etc.) möglich. 
Die erste Stressphase für Jordan, 
Klapps und Schüller sollte allerdings 
schon früher vorbei sein: „Wir haben uns 
als Ziel gesetzt, bis Jahresende mit allen 
formalen Vorbereitungsarbeiten für die 
AK-Wahl fertig zu sein. Dann fällt uns 
allen sicher ein Stein vom Herzen und 
Für die Tourenplanung ziehen sich Alfred Jordan und Marion Klapps mehrere Stunden lang in den 
Veranstaltungssaal zurück. Nur dort ist genügend Platz, um die Routen zusammenzustellen.
        

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