44 Arbeit&Wirtschaft 10/2018
awblog.at ist die digitale Ergänzung 
zur Printausgabe der „Arbeit&Wirtschaft“. 
Frisch gebloggt zeigt die Highlights.
Von Sozialversicherung bis KonsumentInnen-
schutz: Mit zahlreichen Maßnahmen verschiebt die 
Bundesregierung das Gleichgewicht im Staat zu-
lasten der ArbeitnehmerInnen. Das ist eine Abkehr 
vom langjährigen österreichischen Erfolgsprinzip 
des Ausgleichs zwischen Wirtschaft und Arbeit. In 
der neuen, fusionierten Österreichischen Gesund-
heitskasse (ÖGK) sind sieben Millionen Arbeitneh-
merInnen und ihre Angehörigen versichert, ihren 
demokratisch legitimierten VertreterInnen wird 
aber die Entscheidungshoheit genommen. Diese 
Zurückdrängung der ArbeitnehmerInnen hat Sys-
tem. Gibt es doch ähnliche Beispiele, die alle zei-
gen: Die ArbeitnehmerInnen verlieren an Einfluss 
in Institutionen, die ihre Gesundheit, ihre Absiche-
rung bei Jobverlust oder ihre Zukunft im digitalen 
Wandel direkt betreffen. Andere Maßnahmen der 
Regierung verletzen ihre Interessen, während sie 
jene der Unternehmen schützen. Die eine Seite – 
die ArbeitnehmerInnen – wird an den Rand ge-
drängt. Die andere Seite – die Arbeitgeber – bleibt 
in der Mitte des Staates sitzen und gewinnt an 
Macht. Das führt unweigerlich dazu, dass die Re-
publik aus dem Gleichgewicht gerät. 
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/ycwhy3dd
Schritt für Schritt gegen die 
ArbeitnehmerInnen: Wie die 
Republik in Schieflage gerät
Christoph Klein
Wenn derzeit über Arbeitslosigkeit und speziell über 
den Einfluss der Arbeitslosenversicherung diskutiert 
wird, dann sind die Augen oft auf das Verhalten der 
Arbeitskräfte und deren Arbeitsanreize gerichtet. 
Kaum ein Thema sind hingegen das Einstellungs- 
und Kündigungsverhalten der Unternehmen. Um 
kurzfristige Schwankungen des Arbeitskräftebe-
darfs auszugleichen, beendet ein Teil der Unter-
nehmen in Zeiten geringerer Auslastung Beschäf-
tigungsverhältnisse und stellt anschließend bei ver-
besserter Auftragslage dieselben Arbeitskräfte wie-
der ein. Unternehmen wählen diese Strategie, um 
in Zeiten geringerer Auslastung Personalkosten zu 
senken: Während der Aussetzung ersparen sie sich 
das Entgelt. Nach Wiedereinstellung können sie auf 
bewährte und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter zurückgreifen. Die Kehrseite aus Sicht der 
öffentlichen Hand: Die betroffenen Arbeitskräfte 
sind häufig während der Beschäftigungsunterbre-
chung arbeitslos vorgemerkt und erhalten Arbeits-
losengeld oder Notstandshilfe. Eine Möglichkeit, die 
auf die Allgemeinheit übertragenen Kosten stärker 
den VerursacherInnen anzulasten, wäre, die Bei-
tragslast der Unternehmen in der Arbeitslosenver-
sicherung risikoabhängiger zu gestalten.
Lesen Sie mehr: tinyurl.com/y9q7kfjr
Das Aussetzen von Beschäf-
tigungsverhältnissen – ein 
blinder Fleck in der Diskussion 
über Arbeitslosigkeit
Rainer Eppel & Helmut Mahringer
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