36 Arbeit&Wirtschaft 7/2018
E
s ist wie so oft eine Machtfrage. Denn 
Konsumentinnen und Konsumenten 
sind gegenüber ProduzentInnen, 
HändlerInnen und Dienstleistungs-
anbieterInnen im Nachteil. Sei es aufgrund 
mangelnder Fachkenntnis und Informati-
on, sei es mangels Marktmacht: Daher ist 
es eine wesentliche Aufgabe des AK-Kon-
sumentenschutzes, ein wirksames Gegen-
gewicht zu bilden. Die AK ist Markt- und 
Preiswächterin, berät, unterstützt, zieht vor 
Gericht und vertritt die Interessen der 
KonsumentInnen gegenüber Politik und 
Wirtschaft. Sie ist in der Konsumenten-
politik eine bedeutende Akteurin in Ös-
terreich, und das durchaus mit Erfolg.
Für die Rechte der KonsumentInnen
Jährlich berät die AK rund 350.000 
KonsumentInnen in ganz Österreich. 
Ob Gewährleistung, überhöhte Rech-
nungen, Bankomatgebühren, Ärger mit 
Handwerkern, Handy- oder Internetan-
bietern, VermieterInnen oder Internet-
Abzocke: Der AK-Konsumentenschutz 
steht für die Rechte der Konsumen-
tInnen ein, berät und bietet Hilfe zur 
Selbsthilfe, unterstützt mit Musterbrie-
fen oder interveniert.
Die AK-KonsumentenschützerInnen 
setzen sich mit viel Engagement ein. 
Wenn sie erfolgreich helfen können und 
sich KonsumentInnen sogar bedanken, 
freuen sie sich besonders. Ein Auszug: 
„Sie sind spitze!!! Wie haben Sie das 
geschafft? … Vielen, vielen Dank noch-
mals für Ihre Unterstützung!!“ 
„Daher bedanke ich mich hiermit 
sehr herzlich für die sehr gute Beratung 
und für die tolle Unterstützung, für 
mich war seine Arbeit Gold wert! Es ist 
generell sehr selten, dass man Menschen 
antrifft, die mit Herz und Seele ihrer Tä-
tigkeit nachgehen, vielen Dank auch da-
für! Ohne Ihre Hilfe hätte ich als Privat-
kundin mein Recht gegen so eine riesige 
Bank nicht durchsetzen können! Ich 
wünsche Ihnen alles Gute und ich bin 
überzeugt, dass Sie in Zukunft noch vie-
len, vielen Menschen helfen werden, ihr 
Recht durchzusetzen.“
„Ich möchte mich ganz herzlich für 
die so rasche Bearbeitung meiner Anfra-
ge bedanken sowie auch für Ihre Ein-
schätzung. Ich lese regelmäßig die AK-
Zeitung inklusive der Konsumenten-
schutz-Artikel und kann nun bestätigen, 
dass man tatsächlich extrem rasch bera-
ten wird – ein gutes  Gefühl.“
Mit zahlreichen Preistests, Studien 
und Onlinerechnern bringt die AK 
Transparenz in Märkte, etwa bei Lebens-
mitteln, Telefontarifen, Mieten oder 
Bankgebühren. Wenn dort etwas schief-
läuft, werden die AK-Konsumenten-
schützerInnen aktiv. So tritt die AK ge- 
gen die hohen Wohnkosten auf und for-
dert von der Regierung Maßnahmen, 
damit Wohnen wieder leistbar wird. Der 
AK-Konsumentenschutz macht Druck, 
wenn gesetzlicher Regelungsbedarf be-
steht. Beispielsweise hat sich die AK im-
mer dafür eingesetzt, dass der Zugang 
zum eigenen Bargeld an Geldautomaten 
kostenlos bleiben muss, und sich vehe-
ment gegen Bankomatgebühren ausge-
sprochen. Nicht zuletzt aufgrund des En-
gagements der AK wurde im Herbst 2017 
ein weitgehendes Verbot von Bankomat-
gebühren im Parlament beschlossen.
KonsumentInnen sollen nicht nur 
recht haben, sondern auch recht bekom-
men. Die AK zieht gegen rechtswidrige 
Klauseln in Verträgen vor Gericht und 
konnte KonsumentInnen schon viel 
Geld ersparen. Im Jahr 2017 konnten 
für KonsumentInnen rund zwölf Milli-
onen Euro im Klagsweg herausgeholt 
werden. Dazu kommen noch 350 Milli-
onen Euro wegen Falschberechnung 
von Kreditzinsen. 
Die Klagserfolge der letzten Jahre 
können sich sehen lassen
 » Stop-Loss-Aktion bei Fremdwährungs-
krediten 
 Die AK hat KreditnehmerInnen von 
Schweizer-Franken-Krediten unter-
stützt, denen von den Banken zur Ab-
sicherung ihres Kredites eine Stop-
Loss-Vereinbarung empfohlen wor-
den war, die letztlich unbrauchbar war 
und den KreditnehmerInnen sogar 
Verluste brachte. Für 140 geschädigte 
KreditnehmerInnen konnte ein Ver-
gleich über rund 900.000 Euro erzielt 
werden. 
 » Negativzinsen bei Krediten
 Ein negativer Referenzzinssatz bei va-
riabel verzinsten Krediten muss be-
rücksichtigt werden. Das entschied 
der Oberste Gerichtshof in einem 
Verfahren, das der Verein für Konsu-
menteninformation im Auftrag der 
AK Tirol geführt hat. Insgesamt müs-
sen rund 350 Millionen Euro von den 
Banken zurückgezahlt werden.
Mit viel Engagement dabei
Die AK-ExpertInnen konnten für die KonsumentInnen  
wertvolle Erfolge erringen.
©
 Ö
GB
-V
er
la
g/
M
ic
ha
el
 M
az
oh
l
Gabriele Zgubic
Abteilung Konsumentenschutz der AK Wien
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.