Full text: Nichtbewusste Beeinflussung von Konsumenten

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Konsumenten zur Verfügung, wie beispielsweise Kippwörter, „dekomponierte“ 
Markenzeichen, affektive Primes oder Stimuli, die nicht visuell wahrgenommen werden. 
 
Da über die Wirksamkeit derartiger Methoden bisher offiziell wenige Belege vorlagen, gab es 
auch kaum Gründe, diese gesetzlich zu verbieten oder Konsumenten darüber aufzuklären und 
somit vor Missbrauch zu schützen. Allerdings ist davon auszugehen, dass Unternehmen, die 
über derartiges Wissen verfügen, dies – ähnlich wie ein geheimes Verfahren oder Rezept – 
zur Wahrung eines Wettbewerbsvorteils nicht ihren Kunden und Konkurrenten mitteilen 
werden. Ähnliches kann auch bezüglich politischer Einflussnahme angenommen werden. 
 
Durch die bisherigen Forschungsergebnisse und die Kenntnis neuartiger Möglichkeiten der 
Reizdarbietung steht nun eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, Menschen zu 
beeinflussen, ohne dass es ihnen bewusst wird, was als massiver Eingriff in die persönliche 
Freiheit und auch als Verletzung von Persönlichkeitsrechten gesehen werden kann und muss. 
 
Zwar ist die subliminale Einblendung von Botschaften beispielsweise in Filme in vielen 
Ländern gesetzlich verboten, die oben erwähnten Studien zeigen aber, dass zahlreiche andere 
Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um Menschen – zum Beispiel durch die supraliminale 
Darbietung von Reizen – zu beeinflussen, ohne dass sie sich der Beeinflussung bewusst sind. 
 
Zusätzliche gesetzliche Beschränkungen, Aufklärung von Konsumenten sowie einschlägige 
Forschung zur genaueren Abschätzung und Kategorisierung der Gefahrenpotenziale scheinen 
daher dringend und unumgänglich.
        

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