Title:
Finanzkrise: Die Kunden zahlen für die Krise!
Creator:
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien Wikipedia Prantner, Christian Wikipedia Glatz, Harald Wikipedia
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urn:nbn:at:at-akw:g-574453
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https://emedien.arbeiterkammer.at/viewer/resolver?urn=urn:nbn:at:at-akw:g-574463
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  42/2010 
Juni 2010 
 
 
 
FINANZKRISE: DIE KUNDEN ZAHLEN F�R 
DIE KRISE! 
 
Harald Glatz, Christian Prantner 
 
 
1.  Verbraucher haben Geld verloren  
 
Es ist nicht einfach die Sch�den zu quantifizieren, die Konsumentinnen und Kon-
sumenten in der Folge der Finanzkrise zu tragen hatten und zu tragen haben. 
 
Feststeht, dass sie die Folgen eines ungesteuerten, liberalisierten und aus den 
Fugen geratenen Finanzmarktes offenbar sehr einseitig zu tragen haben. 
Die meisten der Konsumentinnen und Konsumenten waren keine Spekulanten, die 
aus schierer Gier sich in abenteuerliche Finanzgesch�fte eingelassen haben. Es 
sind Menschen, die ihr Erspartes f�r die Altersvorsorge angelegt haben, Menschen 
die attraktive Kredite f�r den Hausbau gesucht haben. 
 
Passiert ist ihnen 
? ein Verlust des angesparten Verm�gens durch den Verfall der Wertpa-
pierm�rkte,  
? Kauf von windigen Produkten, die ihnen von provisionsgetriebenen Ver-
k�ufern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angedreht wurden, 
? Sparzinsen, die zu niedrig waren im Vergleich zu den Refinanzierungskos-
ten der Banken, 
? Kreditzinsen die zu hoch waren im Vergleich zu den Leitzinsen und Inter-
bankzinsen der Banken, 
? Fremdw�hrungskredite, die auf Grund der Wechselkurs�nderungen und 
auf Grund des Verfalls des Wertes der Tilgungstr�ger kaum mehr r�ck-
zahlbar sind. 
 
Die Finanzkrise ist am durchschnittlichen Sparer und Anleger in �sterreich nicht 
spurlos vorbeigegangen. Konsumentinnen und Konsumenten, die ihr Geld haupt-
s�chlich in einfache Sparprodukte angelegt haben hatten keinen Wertverlust zu 
beklagen. Sind aber insofern von der Finanzkrise betroffen als die Banken ihre 
verminderten Finanzierungskosten an die Verbraucher nicht weitergegeben haben
        

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