Full text: Finanzkrise: Die Kunden zahlen für die Krise!

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Ein Guthabenszinssatz von 0,125% (vor Kest) ergibt einen Netto-Zinssatz von 
0,094%. Dieser Nettozins, der auf Giroeinlagen im Durchschnitt (Median) bezahlt wird, 
ergibt – nach Abzug der Allgemeinen Preisentwicklung bzw. des VPI – ein reales 
Veranlagungsminus zwischen – 2,206% (2005) und -0,406% (2009): 
 
Datum  
Guthaben-
zinssatz 
nach Kest 
Verbrau-
cherpreis-
index (VPI)
Realer 
Veranla-
gungszins 
(nach VPI)
2005 0,094% 2,3%) -2,206%
2006 0,094% 1,5% -1,406%
2007 0,094% 2,2% -2,106%
2008 0,094% 3,2% -3,106%
2009 0,094% 0,5% -0,406%
 
b) Überziehungszinsen: Die Zinsen für eine Kontoüberziehung bewegen sich 
im Zeitraum 1/2005 bis 1/2010 in einem Mittelwert (Median) zwischen 9,5% 
und 9,625%.  
Das bedeutet, dass die Zinsen für Kontoüberziehungen praktisch auf identem 
Niveau – und ebenfalls abgekoppelt von den Geldmarktzinsen – stehen 
geblieben sind. Zuletzt sind die Zinsen sogar leicht angestiegen (auf 9,625%). 
Aus der Grafik wird ersichtlich, dass die Senkung der Überziehungszinsen 
nicht in jenem Ausmaß erfolgt, wie der Euribor (3 Monate) gefallen ist.  
 
Überziehungszinsen am Girokonto im Vergleich 
zum Euribor (3 Monate)
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Zeit (Monat/Jahr)
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 (p
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EURIBOR 3 Monate
Zinssatz f. Überziehung (Median)
 
 
Schlussfolgerung:  
? Die Überziehungszinsen wurden von den Banken angehoben, als die 
Geldmarktzinsen gestiegen sind. Hingegen haben die Banken die Über-
Zinssatz f. Kontoüberziehung  
Euribor 
Ab Mai 
2009: 
Überzie-
hungszin-
sen bleiben 
„stehen“, 
Euribor fällt 
weiter: 
Schere 
geht noch 
weiter auf
        

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