Full text: Implementierung und Testung des "Arbeitsmarktindex der Arbeiterkammer Wien"

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3.  Überblick zur Methodik  
Es wird angestrebt, die Indizes jährlich auf den neuesten Stand zu bringen, sodass 
Änderungen über die Zeit möglichst rasch ersichtlich werden.  
Vor diesem Hintergrund sollte die Indexbildung folgenden Herausforderungen 
genügen: 
? Wegen der Vollständigkeit und Vergleichbarkeit der Informationen: Möglichst 
für alle Mitgliedsstaaten jährlich verfügbare, einheitliche Daten. 
? Wegen der Nachvollziehbarkeit der Indexbildung: Freie, öffentliche 
Verfügbarkeit der Datengrundlagen sowie Transparenz über die Methodik der 
Indexbildung. 
3.1 Datenbasis und Umgang mit fehlenden Informationen 
Die frei zugängliche Datenbank von Eurostat bildet die Hauptgrundlage für die 
Informationen, die in die Bereichsindizes zur relativen Arbeitsmarktsituation der 
Mitgliedsstaaten einfließen. Ergänzend wurden Publikationen von Eurostat bzw. der 
Europäischen Kommission hinzugezogen (siehe Anhang B). 
Aufgrund von Datenrestriktionen stand aber nicht immer jeder der als inhaltlich 
relevant erachteten Indikatoren für alle 27 Länder und das aktuellste Jahr zur 
Verfügung. Somit musste bei der Auswahl der Indikatoren in Betracht gezogen 
werden, was schwerer wiegt: Der Informationsverlust durch eine fehlende Variable 
oder die Nichtberücksichtigung eines Landes mit fehlenden Werten. So fehlen 
beispielsweise im Bereichsindex (2), „Integrationsorientierung des Arbeitsmarktes“, die 
Länder Zypern (CY), Estland (EE), Malta (MT) und Luxemburg (LU), weil es für diese 
Länder keine Information zur Arbeitslosenquote Älterer gibt, dieser Indikator jedoch 
im österreichischen Kontext von großem Interesse ist. Im Bereichsindex 3 sind die 
Länder Bulgarien (BG), Estland (EE) und Litauen (LT) aufgrund fehlender Daten zur 
Teilzeitbeschäftigung nicht berücksichtigt. 
3.2 Untersuchungszeitraum 
Das aktuellste Jahr für die Mehrzahl der ausgewählten Indikatoren ist 2008. Da einige 
Indikatoren nicht jährlich erhoben werden (z.B.: Verdienststrukturerhebung, CVTS), 
geht das letzte verfügbare Jahr in den jeweiligen Bereichsindex ein. 
3.3 Prozess der Indexbildung und Einflussfaktoren auf die Endauswahl 
Der Erstvorschlag zur Definition der Bereiche und den jeweils darin enthaltenen 
Indikatoren stammt von den Expertinnen und Experten der AK Wien. Die 
Entscheidung über die endgültigen Indikatorensets fand im Rahmen eines
        

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