Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1982 Heft 1 (1)

Obwohl die relative Zu- oder Abnahme der Frauenbeschäftigung
keinem leicht erkennbaren Branchenmuster folgt, läßt sich mit Sicher¬
heit sagen, daß weibliche Arbeitskräfte vor allem in den niedrig
bezahlten Positionen eines Wirtschaftszweiges neue Beschäftigung
finden. Die deutlich verbesserte Qualifikation (allein im Zeitraum 1973
bis 1978 stieg der Anteil weiblicher Erwerbstätiger mit Lehrausbildung
von 17 Prozent auf 24 Prozent; der Anteil von Akademikerinnen
erhöhte sich von 1,7 Prozent auf 2,5 Prozent) und das Überwechseln in
das AngestelltenVerhältnis (1951: 18 Prozent der weiblichen Erwerbstä¬
tigen gegenüber mehr als 50 Prozent seit 1978) führte zu keiner drasti¬
schen Angleichung geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede.
Das zeigen sowohl die Lohnstufen- als auch die Lohnsteuerstatistik13.
4.2 Auch in der gesamtwirtschaftlichen Lohnpyramide sind die Frauen
nicht aufgestiegen
Die Lohnstufenstatistik der Sozialversicherungsträger stellt in ein¬
prägsamer Weise dar: die Frauen haben in dem Vierteljahrhundert
zwischen 1953 und 1980 gegenüber den Männern nicht aufgeholt. Das
Durchschnittseinkommen der Männer lag 1953 um 48 Prozent, im Jahr
1980 um 59 Prozent höher. Selbst wenn das Jahr 1957 (57 Prozent) als
Vergleichsbasis gewählt wird, ergibt sich bloß eine Konstanz der
Übersicht 9
Mittelfristige Konstanz der geschlechtsspezifischen
Einkommensunterschiede 1953-1980
Männerlöhne in Prozent der
Frauenlöhne
(Frauen = 100)
1953 1957 1964 1967 1970 1973 1976 1980
Arbeiter
Median 161 160 161 160 158 159 162 159
Durchschnittseinkommen 153 161 164 166 164 163 166 162
Angestellte
Median 134 156 162 158 158 161 165 168
Durchschnittseinkommen 152 167 177 171 172 171 172 177
Unselbständig Beschäftigte
insgesamt
Median 143 154 155 153 152 154 155 153
Durchschnittseinkommen 148 157 162 161 160 158 159 159
Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Lohnstufenstati¬
stik.
92
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.