Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1984 Heft 3 (3)

BERICHTE UND DOKUMENTE
Bilanzkennzahlen
österreichischer
Industrieunternehmen
nach Bundesländern
von 1975 bis 1982
ELISABETH PETRUSCH UND
FRANZ RICHTER
Einleitung
Die Oesterreichische Nationalbank
bereitet seit etwa Mitte der siebziger
Jahre das bei ihr anfallende Bilanzma¬
terial statistisch auf und hat bereits in
ihren Mitteilungen Heft 10/1982 und
Heft 11/1983 Ergebnisse dieser Arbeit
publiziert.
Diese Bilanzdatenbank deckt ge¬
messen an den Industriebeschäftigten
insgesamt ca. 70 Prozent der Industrie
ab und hat als Besonderheit Unter¬
nehmen aller Rechtsformen gespei¬
chert.
Die Ergebnisse sind einerseits als
Standortbestimmung für die Unter¬
nehmen gedacht, andererseits sollten
sie aber darüber hinaus jedem exter¬
nen, an Bilanzdaten interessierten,
Personenkreis zugänglich gemacht
werden. Die Gliederung der veröffent¬
lichten Daten erfolgt einstufig nach
Branchen und Rechtsformen und
zweistufig nach Sektoren und Be¬
schäftigtengrößenklassen sowie nach
Sektoren und Exportanteilen gemes¬
sen am Umsatz.
Der Inhalt der Veröffentlichung um¬
faßt ausgewählte betriebswirtschaftli¬
che Kennzahlen in Form von Median-
und Quartiistabellen.
Mittels dieses Datenmaterials ist es
gelungen, nicht nur die bestehenden
Trends wie sinkende Umsatzrentabili¬
tät und Eigenkapitalanteile zu bestäti¬
gen, sondern durchaus auch Unter¬
schiede in Branchenkonjunkturen,
rechtsformspezifische Unterschiede
etc. erstmals empirisch zu belegen.
Mit der nun folgenden Arbeit wurde
untersucht, ob bei einer Gliederung
nach Bundesländern ebenfalls signifi¬
kante Abweichungen in den verschie¬
denen Datenuntergruppen feststellbar
sind.
1. Problematik eines
Bundesländervergleiches nach
Unternehmen
Problematisch gestaltete sich diese
Erhebung vor allem deshalb, weil vie¬
le, besonders große, Unternehmen ih¬
ren Hauptsitz in Wien haben, die Pro¬
duktionsstätten dieser Großbetriebe
sich aber auch in den Bundesländern
befinden. Da es sich dabei auch um
Unternehmen mit Zweigniederlassun¬
gen in Krisenregionen handelt, eine
Zuordnung aber nur nach dem Haupt¬
sitz des Unternehmens erfolgen konn¬
te, kommt es daher zu einer Verzer¬
rung der Ergebnisse zu Ungunsten
von Wien.
2. Statistische Aufbereitung und
Kennzahlen
Für diesen Bundesländervergleich
wurden Werte nur für Sektoren ermit¬
telt, da eine detailliertere Branchen¬
gliederung zu einer übermäßigen Auf¬
splitterung und daher zu keinen ver-
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