Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1990 Heft 3 (3)

Prozent des Medians, das dritte Quartil liegt bereits bei 153,6 Prozent, 
das neunte Dezil übertrifft den Grenzwert von S 32.200,- bzw. 186,1 
Prozent des Medians. Bei den Frauen beträgt das erste Dezil 44,9 
Prozent des Medianeinkommens, das oberste Dezil 197,5 Prozent des­
selben. 
Die Feststellung der außerordentlichen Diversität von Tätigkeitsfel­
dern, Berufen und Qualifikationen betrifft auch die Wirtschaftsklasse 
"Kunst, Unterhaltung und Sport". Diese schließt Theater und Musik, 
Rundfunk und Fernsehen, Freischaffende Kunst, Filmproduktion und 
-verleih, Kinos, Zirkusse, Varietes und andere Unterhaltungseinrich­
tungen, Spielbanken, Wettbüros und Lotterien, Bibliotheken, Museen, 
zoologische und botanische Gärten sowie Sporteinrichtungen ein. Dem­
gemäß stark streuen die Einkommen der Beschäftigten. Auch hier 
erfaßt die Statistik eine Vielzahl von sehr niedrigen und eine Vielzahl 
von weit überdurchschnittlichen Einkommen. Bei den Männern liegt 
der unterste Zehntelwert auf einem Niveau entsprechend 42,5 Prozent 
des Medians, während sich das neunte DezHeinkommen oberhalb des 
Grenzwertes von S 32.200,- bzw. 187,1 Prozent des Medians befindet. 
Auch die Fraueneinkommen sind überaus stark differenziert: Das erste 
Dezil beträgt 45,5 Prozent, das neunte Dezil 229,3 Prozent des Median­
einkommens. 
Die Wirtschaftsklasse "Gesundheits- und Fürsorgewesen" weist ein 
starkes Gefälle der Qualifikationen und damit auch der Einkommen 
auf. Das erste Dezil beläuft sich auf 46,0 Prozent (Männer) bzw. 
41 ,5 Prozent (Frauen), das oberste Dezil auf 164,7 Prozent (Männer) bzw. 
172,9 Prozent (Frauen) des jeweiligen mittleren Einkommens. 
Im Unterrichts- und Forschungswesen erfaßt die Einkommensstati­
stik nichtpragmatisierte Dienstnehmer an Hochschulen, Allgemeinbil­
denden Schulen, Berufsbildenden Schulen, Sonstige Schulungsein­
richtungen (darunter Abend-, Fahr-, Musikschulen, Nachhilfeunter­
richt, Volkshochschulen), Wissenschafts- und Forschungseinrich­
tungen. 
Die Wirtschaftsklasse "Körperpflege und Reinigung, Bestattungswe­
sen" (Körperpflege, v. a. Friseure, Wäscherei, Putzerei und Büglerei, 
Reinigungsanstalten, Rauchfangkehrergewerbe, Kanal-, Straßen- und 
Sonstige Reinigung, u. a. Sondermüllverwertung, Bestattungswesen) 
ist zwar in bezug auf Tätigkeitsbereiche und Berufe überaus vielfältig, 
weist aber einen niedrigen Anteil hochqualifizierter Beschäftigter auf. 
Aus diesem Grund ist die relative Streuung der Einkommen vergleichs­
weise gering. 
Die Einkommen männlicher Arbeiter streuen relativ am stärksten in 
den Dienstleistungsbranchen Kunst - Unterhaltung - Sport, Fremden­
verkehr sowie Wirtschaftsdienste (sieht man von den Häuslichen Dien­
sten mit einer hohen Teilzeitquote ab), ferner im Druckerei- und 
Verlagswesen (Tabelle 4). Die geringste relative Streuung ist in den 
Wirtschaftsklassen Holzverarbeitung, Bauwirtschaft, Textil- und Leder­
industrie sowie in den Einrichtungen der Gebietskörperschaften und 
im Unterrichtswesen festzustellen. Somit besteht in bezug auf die 
340
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.