Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1992 Heft 2 (2)

Die Ökonomische Analyse des Rechts auf dem Prüfstand*) Wolfgang Weigel 1. Gegenstand dieses Beitrags 1 .1 Problemstellung Dieser Beitrag befaßt sich mit dem Stand und den Möglichkeiten der Anwendung der "Ökonomischen Analyse des Rechts" in Österreich. Eine kurze, wenngleich kritische Analyse der - nicht nur in Österreich - recht bescheidenen Rezeption dieses Forschungsansatzes bildet den ersten Teil der Arbeit. Der zweite Teil ist der Demonstration seiner Anwen­ dungsmöglichkeiten anhand aktueller rechts- und wirtschaftswissen­ schaftlicher Fragestellungen gewidmet. Die gewählten Beispiele aus dem Umweltrecht und dem Wettbewerbsrecht werden dabei mit den drei charakteristischen Analyseinstrumenten der Ökonomischen Analyse des Rechts (ab hier kurz: ÖAR) verknüpft, nämlich dem Konzept der "Ei­ gentumsrechte" , der "Transaktionskosten-Analyse" und der Theorie der "kollektiven Willensbildung" , um so die anwendungsbezogenen Vor­ und Nachteile der ÖAR herausarbeiten zu können. 1 .2 Kennzeichen des Forschungsprogramms Es ist vielleicht angebracht, schon an dieser Stelle die eben angespro­ chenen hauptsächlichen Ingredienzien des Ansatzes kurz zusammenzu­ fassen. Die ÖAR ist aus der Denkschule des Neo-Institutionalismus her­ vorgegangen. 209

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.