Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 1997 Heft 4 (4)

Wirtschaft und Gesellschaft 23. Jahrgang ( 1 99 7 ) ,  Heft 4 
Tabelle 5: Gewerkschaftliche Organisationsgrade in  der OECD 
1 980 1985 1990 
Australien 48,08 40,4 
Belgien 55,9 51,2 
Dänemark 76,0 7 1 ,4 
Deutschland 35,6 37,4 32,6 
Finnland 69,8 72,0 
Frankreich 17,5 9,8 
Großbritannien 50,4 39,1 
I rland 62,0 60,0 55,0 
Italien 49,3 38,8 
Japan 30,8 25,2 
Kanada* 36,1 35,9 35,8 
Neuseeland 56,0 44,8b 
Niederlande 35,3 28,7 25,5 
Norwegen 56,9 55,7 56,0 
Österreich 56,2 46,2 
Portugal* 54,0 43,0 33,0 
Schweden 79,7 82,5 
Schweiz 30,7 28,8 26,6 
Spanien 1 1,6 10,1 13,3 
USA 20,0 15,9 14,2 
Organisationsgrad, bereinigt um nicht erwerbstätige Mitglieder; * Organisationsgrad, unbareinigt 
·= 1 982; b: 1 991 
Quellen: Traxler ( 1994 ), Visser ( 1991 ), eigene Berechnungen 
Entfal l  sonstiger beg ü nstigender gesellschaftl icher Arrangements das 
Tarifsystem in letzter Instanz mit der Stärke der Gewerkschaften steht und 
fäl lt, da das I nteresse der beiden Arbeitsmarktparteien an d iesem Re­
gelungsverhältnis asymmetrisch ist. (12) 
Zur Messung des gewerkschaftlichen Organisationsgrads liegen ver­
schiedene Konzepte vor. ( 13) Für d iese U ntersuchung wird (soweit d ies 
die Datenlage zuläßt) vom Netto-Organisationsgrad, gemessen als Anteil 
der erwerbstätigen Gewerkschaftsmitglieder an den Arbeitnehmern insge­
samt, ausgegangen . Tabelle 5 gibt einen Überblick über N iveau und Ent­
wicklung des Organisationsgrads während der achtziger Jahre in zwanzig 
O ECD Ländern. Analog zur Analyse der Deckungsrate wird auch für d ie­
sen I nd i kator die Globalisierungsthese m ittels Längs- und Q uerschn itts­
analyse überprüft. 
* Im Beobachtungszeitraum kam es überwiegend zu einem Rückgang des 
Organisationsgrads, der sich statistisch als Trend (p = 0,00, Wilcoxon 
Rang-Test) erkennen läßt. Für die Interpretation d ieser für die Gewerk­
schaften i nsgesamt ungünstigen M itgliederbilanz ist zunächst zu beden­
ken, daß an i h r  auch andere Faktoren als d ie Globalisierung Anteil haben 
können. So g i bt es u .a .  H inweise d a rauf, d a ß  Veränderungen in der 
Wirtschafts- und Berufsstruktur - nämlich der Rückgang des Antei ls von 
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