Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2000 Heft 2 (2)

26. Jahrgang (2000), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft 
Tabelle 5: Verteilungswirkung der Abgabenerhöhung für die Haus­
halte 
Mrd . S Unteres Terzil Mittleres Terzil Oberes Terzil in % d.Eink. in % d.Eink. in % d.Eink. 
Tabakabgabe 1 ,2 0 , 13 0, 1 1  0,07 
Elektrizitäts-
abgabe 3,2 0,45 0,29 0 , 18  
Motorbezogene 
Versicherungs-
steuer 5,3 0,52 0,45 0,37 
Umsatzsteuer 0,7 0,08 0,06 0,04 
Autobahnvignette 1 ,5 0,20 0 , 13  0,09 
Sonstige 
Gebühren 1 ,0 0 ,14 0 ,10 0,07 
Insgesamt 13,0 1 ,55 1 , 15  0,80 
Einkommen 
netto in Mrd. 1266,0 1 92,4 384,4 689,2 
Belastung in % 
des Eink. 
(gerundet) 1 ,0 1 ,6 1 , 1 0,8 
2.2 Belastungen im Bereich der sozialen Sicherheit 
Die Vertei lungswirkungen der Belastungen im Bereich der sozialen S i­
cherheit können hier nur in groben Zügen abgeschätzt werden, weil konkre­
te Maßnahmendetails noch fehlen oder keine adäquaten Verteilungsdaten 
zur Verfügung stehen. 
Der größte Tei l  der Belastungen betrifft die Pensionen. Rund 1 5  Mrd .  S 
sollen bei den Sozialversicherungspensionen und den Beamtenpensionen 
eingespart werden. Das trifft vor allem jene, die in den nächsten Jahren ihre 
Pension antreten wol len. Pensionierte Beamte müssen einen Pensions­
sicherungsbeitrag bezahlen. 
Konkrete Vorschläge wurden von der Pensionsreformkommission erar­
beitet. Höheres Antrittsalter für Frühpensionen und Pensionen wegen ge­
minderter Erwerbsfähigkeit sowie n iedrigere Pensionen durch Abschläge 
und bloße Inflationsanpassung werden wohl die Fixpunkte der Einsparun­
gen bei Pensionen sein.  
Es bleibt unbestritten,  daß langfristig Reformen im Pensionswesen aus 
demographischen Gründen notwendig sind . Aus budgetären Gründen hät­
te man darauf verzichten können, wenn sich die zusätzliche Famil ien­
förderung auf das verfassungsrechtlich Notwendigste beschränkt hätte. 
Das alte und das neue Familienpaket kosten insgesamt 1 9  Mrd .  S. 
Oft wird suggeriert, daß eine ausgabenseitige Budgetsanierung die Be­
völkerung nichts kostet, weil diese "Reformen" die "Produktivität des staat-
1 9 1
        

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