Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2002 Heft 3 (3)

Wirtschaft und Gesellschaft 28 .  Jahrgang (2002) ,  Heft 3 
Pollan, Wolfgang, Lohnunterschiede nach Branchen in der I ndustrie, in: WIFO-Monatsbe­
richte 63/1 1 (1 990) 61 6-622. 
Pollan ,  Wolfgang, Große Lohnunterschiede in der I ndustrie, in: WIFO-Monatsberichte 70/ 
3 (1 997) 1 7 1 -1 78. 
Pollan, Wolfgang, Lohndrift und Lohnunterschiede in der Industrie seit 1 981 , in : WIFO-Mo­
natsberichte 74/3 (200 1 )  1 79-187. 
Thaler, Richard, lnterindustry Wage Differentials, in: Journal of Economic Perspectives 3/2 
(1 989) 1 8 1 -1 93. 
Tomandl, Theodor; Vogt, Cari-Georg; Winkler, Jürgen u.a. ,  Kollektiwertragspolitik in Öster­
reich 1 985-1990 (Wien 1 992). 
Walterskirchen, Ewald, Die Entwicklung der Lohnunterschiede in Österreich, in: WIFO-Mo­
natsberichte 52/1 (1 979) 9-22. 
Walterskirchen, Ewald, Lohnunterschiede nach Betrieben und Branchen, in: WIFO-Monats­
berichte 60/8 (1 987) 492-497. 
Zusammenfassung 
l n  diesem Beitrag werden anhand der Statistik des Hauptverbandes der Österreichischen 
Sozialversicherungsträger über die Verteilung der zur Pensionsversicherung beitragspflich­
tigen Einkommen einige Beobachtungen über die Entwicklung der Branchenlohnstruktur im 
Zeitraum 1 980 bis 1 994 angestellt. 
Das monatliche Medianeinkommen aller erfassten unselbstständigen Beschäftigten belief 
sich im Jahr 1 980 auf öS 1 1 .492 und erhöhte sich bis 1 994 auf öS 2 1 .843. Der Zuwachs 
betrug 90, 1 %  bzw. 4, 7% p.a. Sowohl bei den Arbeitern als auch bei den Angestellten erhöh­
ten sich die Einkommen der Frauen stärker als jene der Männer. Der Aufholprozess der 
Fraueneinkommen dürfte vor allem ein Ergebnis der gewerkschaftlichen Mindestlohnpolitik 
gewesen sein. Die Gehälter der männlichen Angestellten nahmen während der Beob­
achtungsperiode weit stärker zu als die Löhne der männlichen Arbeiter. Dieses Resultat 
entspricht der These der Segmentierung des Arbeitsmarktes. 
Die Branchenlohnstrukturen der vier Beschäftigtengruppen waren einander im Hinblick auf 
die Rangordnung ähnlich. Alle vier Hierarchien erwiesen sich als im Zeitablauf sehr stabil. 
l n  Bezug auf die interindustrielle Streuung der Medianeinkommen (gewichteter Variations­
koeffizient) bestand in den vier Beschäftigtengruppen keine einheitliche Entwicklungs­
tendenz. Für die Gesamtheit der erfassten unselbstständig Beschäftigten blieb der gewich­
tete Variationskoeffizient zwischen 1 980 und 1 987 unverändert und nahm dann sogar leicht 
ab. Faktoren wie die steigende Arbeitslosigkeit, der starke Zustrom ausländischer Arbeits­
kräfte, die I nternationalisierung der Märkte, der leicht rückläufige Organisationsgrad der 
Gewerkschaften und die wachsenden Unterschiede zwischen den kollektiwertraglich ver­
einbarten Lohnsteigerungsraten hatten zwar erhebliche Auswirkungen auf die Branchen­
lohnstrukturen und auf die Verteilung der Löhne und Gehälter innerhalb der einzelnen Bran­
chen, aber aufgrund von kompensierenden Entwicklungen nicht auf die Streuung der 
Branchenmedianeinkommen der Gesamtheit der erfassten unselbstständig Beschäftigten. 
Mit den Daten aus dem Mikrozensus über die Normalarbeitszeit der unselbstständig Be­
schäftigten wurde schließlich versucht, die sich aus der Teilzeitbeschäftigung ergebenden 
Verzerrungen der Lage- und Streuungsmaßzahlen für die Jahre 1 987 und 1 993 zu beseiti­
gen. Der korrigierte Wert der interindustriellen Streuung bei den Frauen liegt für 1 987 um 
1, 7 Prozentpunkte unter dem unkorrigierten Wert und für 1 993 um 1 ,2 Prozentpunkte. 
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