Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2002 Heft 3 (3)

28.  Jahrgang (2002) ,  Heft 3 Wirtschaft und Gesellschaft 
Sozialausgaben und -einnahmen. Ein 
tschechisch-österreichischer Vergleich 
Marie Vavrejnova, Karl Wörister 
l n  dieser Arbeit werden die Sozialausgaben und -ei nnahmen i n  der 
Tschechischen Republik und in Österreich vergl ichen. Der vorliegende 
Beitrag stellt eine verkü rzte und überarbeitete Fassung ei ner bereits 
publizierten Arbeit dar ( CERGE-EI Discussion Paper Nr 2003-8 1 , "Social 
Expenditures and their Sources - Czech-Austrian Comparision"), wobei 
sich die Darstellung stärker auf Tschechien konzentriert. 
Zu Beg i n n  werden einige volkswirtschaftliche Kennziffern und deren 
Entwicklu ng kurz dargestellt. Die jüngsten vergleichbaren Daten zeigen, 
dass das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf i n  der Tschechischen Re­
publik etwa halb so hoch ist wie in Österreich . Der Spielraum für das Sys­
tem der sozialen Sicherung war und ist daher in der Tschechischen Re­
publik wesentlich geringer als in Österreich . 
Weiters enthält die Arbeit eine detaill ierten Analyse der Struktur und der 
Entwicklung der Sozialausgaben. Abschließend werden die Quellen analy­
siert, aus denen die Sozialausgaben finanziert werden , insbesondere 
Sozialversicherungsbeiträge und Steuern. l n  die Betrachtung einbezogen 
werden auch die privaten Aufwendungen für die soziale Sicherung. 
1. Einleitung 
Bereits zu Beg inn des Transformationsprozesses in der Tschechischen 
Republik wurden zwei Hauptaufgaben bezüglich öffentlicher Sozialleistun­
gen formul iert: 
? Schaffung ei nes neuen Sozialwesens, das sich weg von den flächen­
deckenden sozialen Garantien des alten Systems hin zu einem Sozial­
system bewegt, das die Verantwortung des Einzelnen und privater Haus­
halte stärkt, das Versicheru ngsprinzip stärker betont, sich mehr auf Be­
dürftige konzentriert und der individuellen Entscheid ung größeren 
Spielraum lässt. 
? Vorgesehen ist eine Begrenzung der Umverteilung ü ber öffentliche 
Haushalte und damit eine geringere Rolle des Staats bei der Wirt­
schaftsregulierung. 
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