Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2003 Heft 2 (2)

29. Jahrgang (2003), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft Frauen als Leistungsträgerinnen des Gesundheitswesens Agnes Streissler 1. Einleitung 1.1 Thema und Ziel der Arbeit Die Frauenbeschäftigung im Gesundheitswesen ist bekanntlich sehr hoch (bei den unselbstständig Beschäftigten im Gesundheits- und Sozi­ alwesen ist der Frauenanteil fast 80%). Es stel lt sich nun die Frage, ob und wie sehr d ieser hohe Frauenanteil einen Einfluss auf die Einkom­ menssituation in d iesem Bereich hat. Vorliegender Beitrag wil l darauf einige Antworten geben. Der Artikel ist dabei aufgebaut wie folgt: Zunächst werden die verwen­ deten Einkommensquellen vorgestel lt. Es ist d ies einerseits der Einkom­ mensbericht des Rechnungshofes, der auf sehr aggregierter Basis einen Vergleich von Männer- und Fraueneinkommen ermögl icht. Andererseits werden die Kollektivverträge der im Gesundheitswesen unselbstständig Erwerbstätigen analysiert. Der Haupttei l der Arbeit besteht aus der Untersuchung der drei Beschäftigtengruppen im Gesundheitswesen: Zunächst sind das die Ärz­ tinnen. H ier soll untersucht werden, in welchem Ausmaß Frauen in der Ärzteschaft vertreten sind und ob man hier von geschlechtsspezifischen Diskriminierungen sprechen kann . Die zweite untersuchte Gruppe sind die Krankenschwestern und Pflegehelferlnnen. Vorwiegend wird h ier die Einkommenssituation der Beschäftigten im stationären Bereich unter­ sucht werden. Und drittens soll versucht werden, ein kurzes Schlaglicht auf den ambulanten Pflegebereich zu werfen - welche Abgrenzungen und welche Überschneidungen gibt es zur vorgenannten Gruppe der Pflegeberufe, kann man Aussagen über d ie Einkommenssituation u. a. machen? Jedem der drei Bereiche ist eine kurze qual itative Einschätzung voran­ gestel lt, die auch Thesen aus der Literatur wiedergeben sol l . Die nach­ folgende quantitative Darstellung soll dann unter anderem auch auf d iese Thesen überprüft werden. ln der abschl ießenden Zusammenfassung wird versucht werden, aus den Ergebnissen politische Schlussfolgerungen zu ziehen . 247

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