Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2003 Heft 2 (2)

29. Jahrgang (2003), Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft Tabelle 1 : Geltende Kol lektivverträge im Gesundheitsbereich (Stand November 2002) Gewerkschaft KV-Bezeichnung Letzter gültiger Abschluss Beginn KV-Erhöhung Sonderregelung G PA Caritas 1 .4.2002 +1 ,5% GPA Sozialversicherungs- 1 . 1 .2002 +0,90% angestellte Dienst- ordnung A GPA Betriebe sozialer 1 . 1 .2002 +2,50% Mindestlohntarif!! Dienste G PA KFA-Angestellte 1 . 1 . 1 999 +2,30% Dienstordnung A GewHTV Sozialversicherungs- 1 . 1 .2002 +0,90% +€1 8,- träger Dienstordnung C Sockelbetrag GewHTV Diakonissen kranken- 1 . 1 .2002 +0,80% häuser Linz, Salzburg, Schladming GewHTV Ordenskranken- 1 . 1 .2002 +0,80% anstalten OÖ GewHTV Privatkrankenanstalten 1 . 1 .2002 +€32,70 I Monat GewHTV Konfessionelle Kranken- 1 . 1 .2000 +1 ,50% Mind. öS 300,- anstalten Steiermark GewHGPD Heilbade-, Kur und 1 . 1 .2000 +1 ,90% Krankenanstalten Wien Quelle: Kollektivvertragsdatenbank des ÖGB (Sepp Zuckerstätter, AK Wien) Diese Unübersichtl ichkeit ist auch einer der Kritikpunkte der Ärztekam­ mer in ihrer Begutachtung zur neuen Universitätsreform: "Zur Zeit arbeiten an den Universitätskliniken in Graz und lnnsbruck Bundesbedienstete, Landesbedienstete und Privatangestellte Schulter an Schulter. Im Bereich der Bundes­ und Landesbediensteten gibt es Beamte und Vertragsbedienstete. An einer Abteilung können daher bis zu fünf unterschiedliche Dienst- bzw. Arbeitsrechte zur Anwendung kommen. Einer der Kernpunkte einer zukünftigen Universitätsreform sollte die Verein­ heitlichung des Dienst- bzw. Arbeitsrechtes sein."1 Es würde eine sehr aufwändige Arbeit darstellen , wollte man über ein Ausschlussverfahren erfassen, welche Gesundheitsberufe bzw. welche Arbeitnehmerinnen im Gesundheitsbereich nicht über Kollektivvertrag erfasst sind. Wie auch aus der Tabelle 1 ersichtl ich , sind unter anderem die Betriebe sozialer Dienste nur über einen Mindestlohntarif abgedeckt. Gerade im ambulanten , extramuralen Bereich dürfte es eine beträchtli­ che Anzahl von Arbeitnehmerinnen geben, d ie in einem arbeits- und ent­ geltrechtl ichen Graubereich arbeiten (ganz abgesehen von der Proble­ matik der Schwarzarbeit, verschärft durch i l legale Arbeitsmigrantinnen). 249

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