Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2005 Heft 1 (1)

3 1 . Jahrgang (2005), Heft 1 ropa - wären auch n iedrigere reale Wachstumsniveaus durchaus denkbar. 1 Dies führt zum wichtigsten Kritikpunkt der Ausklammerung ökologischer Grenzen künftigen Wachstums. Diese könnten bekanntlich sowohl die menschliche Lebenserwartung wie die Entwicklung der Weltwirtschaft tangie­ ren. Zusammenfassend lässt sich fest­ stellen, dass es Fogel wieder gelungen ist, ein höchst anregendes Buch zu schreiben , welches in seinen wirt­ schaftshistorischen Teilen erfrischend neue Zugänge l iefert. Fogel ist wohl auch zuzustimmen, dass der Sozial­ staat keineswegs notwendigerweise in eine Krise rutschen muss. Ob das Mo­ dell, welches Fogel vorschwebt - Absi- Wirtschaft und Gesellschaft cherung durch nichtstaatliche Sozial­ versicherungs- und Pensionsfonds mit geringen Anteilen an spekulativen Pa­ pieren -, wirkl ich staatl ichen Pen­ sionssystemen und damit staatlicher Vertei lungspolitik überlegen ist, kann bezweifelt werden. Aber offensichtlich können auch Nobelpreisträger nicht über den Schatten ihrer (amerikani­ schen) Sozialisation springen. Andreas Weigl Anmerkung 1 ln diese Richtung argumentiert etwa Zinn , Karl Georg, Wie Reichtum Armut schafft. Verschwendung, Arbeitslosigkeit und Mangel, Köln 2002 (2. Auflage). 1 59

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.