Volltext: Wirtschaft und Gesellschaft - 2005 Heft 2 (2)

Wirtschaft und Gesellschaft 
selbstständig beschäftigten Frauen, die 
auch ein Kind unter sieben Jahren im 
Haushalt haben, liegt der Mitnahmeef­
fekt deutlich höher als bei kinderlosen 
Frauen. Grund dafür ist der hohe An­
tei l an Tei lzeitbeschäftigten bei un­
selbstständig beschäftigten Frauen mit 
Kindern. 
Ausgehend von den derzeitigen Kri­
terien der Elternteilzeit konnte gezeigt 
werden, dass durch Variationen der Zu­
gangskriterien sowohl der Kreis der An­
spruchsberechtigten als auch die Mit­
nahmeeffekte erheblich verändert wer­
den könnten, was vor allem in H inblick 
auf die Benachtei l igung von Frauen 
und die Bevorzugung von Beamten er­
strebenswert erschiene. 
Anmerkungen 
1 Kritisch anzumerken ist d ie Selbstein­
schätzung der Respondenten.  Bei­
spielsweise urteilen die Befragten über 
die Größe ihres Betriebes. 
2 Sofern keine andere Definition explizit 
angeführt wird, ist unter Teilzeit ein Ar­
beitsstundenausmaß von weniger als 35 
Wochenstunden zu verstehen. 
3 European Foundation for the improve­
ment of Living and Werking Conditions 
(2003) 4. 
4 Bergmann et al. (2003) 53. 
5 Da die Reform Kinder bis sieben Jahre 
einschl ießt werden auch Frauen, d ie 
nicht mehr im fertilen Alter sind, jedoch 
280 
3 1 .  Jahrgang (2005), Heft 2 
noch ein Kind unter sieben Jahren im 
Haushalt haben, erfasst, indem die fer­
ti le Altersklasse von 20 auf bis zu 44 
Jahre festgelegt wird. Für Männer wird 
die fertile Altersklasse mit 20 bis 49 Jah­
re festgelegt. 
6 Das Gesetz sieht "mindestens" 20 Mit­
arbeiterinnen im Betrieb vor. Die Daten 
des Mikrozensus' erlauben allerdings nur 
eine Betrachtung von Betrieben mit ge­
nau 20 Mitarbeiterlnnen. 
7 Der h ier verwendetet Begriff des M it­
nahmeeffektes unterscheidet sich vom 
finanz-wissenschaftlichen Begriff, der 
sich im Allgemeinen auf die "Mitnahme" 
von Geld- oder Sachleistungen bezieht. 
Literatur 
Bergmann, N. ;  et al . ,  Qualifizierte Teilzeit­
beschäftigung in Österreich - Be­
standsaufnahme und Potenziale (=Stu­
die im Auftrag des Bundesministeriums 
für Gesundheit und Frauen,  Wien 
2003). 
Dörfler, S.; Meichenitsch J . ,  Elternteilzeit ­
Top oder Flop? (=ÖIF Werking Paper 
38/2004, Wien 2004). 
European Foundation for the lmprovement 
of Living and Werking Conditions, Part­
time work in Europe (Dublin 2003). 
Gomez; Pons; Marti, Parttime work: its evo­
lution and results (=lESE research pa­
per, Barcelona 2002). 
Macintyre, S., The black report and beyond 
- what are the issues?, i n :  Social 
Science & Medicine 44 ( 1 997) 723-
745.
        

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