Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2009 Heft 4 (4)

35. Jahrgang (2009), Heft 4 Wirtschaft und Gesellschaft
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9 Die amerikanischen Investmentbanken Bear Sterns und Carlyle arbeiteten mit einem 
Hebel von 1:33, doch in Einzelfällen, nicht zuletzt auch in Deutschland, gab es Hebel 
in der Größenordung von 50!
10 Zum nicht geringen Teil erfolgte das auf Druck der Finanzmärkte (der ‚Renditegier‘ der 
Aktionäre).
11 Nach Berechnungen von DI Wüger vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsfor-
schung liegt die Konsumneigung der untersten beiden Dezile der Familien bei etwa 
1?, d. h. sie müssen sich per Saldo verschulden, des obersten bei etwa ? – d. h. sie 
sparen.
12 Mooslechner und Schürz (2009).
13 Finanzgruppe (2007).
14 In den Ausgaben der Finanzierungsrechnung sind nicht bloß die laufenden Ausgaben, 
sondern auch die Investitionsausgaben enthalten.
15 Im Durchschnitt der Jahre 2002-2006 hatten die Haushalte einen Finanzierungsüber-
schuss von 9,9 Mrd. €, Unternehmungen, Staat und Ausland hatten Finanzierungs-
defizite von 5,6 Mrd. €, 3,3 Mrd. € und 2,6 Mrd. €; der Finanzsektor, hatte, offenbar 
durch Bewertungsgewinne, einen Finanzierungsüberschuss von 1,2 Mrd. €; Oester-
reichische Nationalbank (2007).
16 Siehe etwa den Bericht über die Präsentation des Staatsschuldenberichts 2009 durch 
den Vorsitzenden des Staatsschuldenausschuss in: „Die Presse“ (9. 7. 2009) 15.
17 Natürlich ist auch eine Kombination dieser Alternativverschuldungen möglich.
18 Baumgartner et al. (2009).
19 Doch bleibt die Frage, ob der Rückgang der Importe stärker ausfallen wird als der der 
Exporte.
20 Die Presse (9. 7. 2009) 15. 2008 lag die Durchschnittsverzinsung der Staatsverschul-
dung in Österreich bei 4,2%, deutlich unter der des Aggregats EU-16 mit 4,5%; bloß 
Luxemburg und zunächst noch Irland zahlten niedrigere Zinsen; Staatsschuldenaus-
schuss (2009) 83.
21 2008 lag die öffentliche Verschuldung in Österreich mit 62,5% des BIP deutlich unter 
dem des Aggregats EU-16 mit 69,3 % und leicht über der der EU-27 mit 61,5%; Staats-
schuldenausschuss (2009) 77.
22 An beiden Argumenten ändert sich grundsätzlich nichts, wenn sich der Staat im Aus-
land verschuldet, Ausländer hingegen im Inland; von eventuellen Risikodifferenzen 
abgesehen, kommt es allein auf den Finanzierungssaldo an.
23 Entgegen der heftigen Diskussion ist es von geringer Relevanz, ob der Versuch der 
Schuldenreduzierung über Einschränkung der Ausgaben oder Erhöhung der Steuern 
erfolgt; zwar haben Steuererhöhungen wegen ihres geringeren Multiplikators etwas 
geringere restriktive Wirkungen – vor allem wenn sie etwa Alkohol-, Tabak-, Umwelt-
steuern betreffen –, doch bleibt der Finanzierungssaldo davon völlig unberührt, wenn 
sich die Sparneigung dadurch nicht ändert.
24 Die OECD verwies in ihrem jüngsten Jahresbericht darauf, dass die hohe Exportab-
hängigkeit Österreichs nicht unerhebliche Risken impliziere.
25 Generell sind dafür Grundsteuer, Vermögenszuwachs-, Erbschafts- und Schenkungs-
steuer besser geeignet als eine Vermögenssteuer; bei der Einführung einer Vermö-
genssteuer (ausgenommen Grundsteuer) könnte der Versuch der Anleger, die Netto-
Erträge konstant zu halten, zu noch riskanteren Anlagen führen.
26 In den USA war das Platzen der Schuldenblase schon die zweite Spekulationskrise in 
diesem Jahrhundert, nach dem Platzen der Internetblase 2001.
27 Die Eigenkapitalquote lag in Österreich im Durchschnitt der Jahre 1995-2007 bei 
34,7%, deutlich unter dem Wert von neun EU-Ländern (38,2%) und weit unter den 
Werten der Niederlande (51,4%) oder Finnlands (42,8%).
        

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