Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2013 Heft 3 (3)

Abbildung 7: Konsumentenvertrauen
Quelle: OeNB.
liert (r = –0,45), nicht jedoch mit der österreichischen (r = 0,06). Beides ist
für die Fragestellung dieser Arbeit allerdings insofern wenig relevant, als
außer Frage steht, dass die Medien, auf deren Auswertung der Index be-
ruht, die Krise hochspielen. Unklar ist die Reaktion der Österreicher auf die
Medienberichte. Einerseits zeigt das Eurobarometer ein erheblich höhe-
res Medienvertrauen als im EU-Durchschnitt (wenn auch, wie bei den
meisten anderen Indikatoren, abermals niedriger als in Skandinavien), an-
dererseits scheinen die Krisenmeldungen der Medien die Bevölkerung
nicht sehr zu beeindrucken. Augenscheinlich hört und liest sie von der
Krise und deren schweren Folgen in anderen Ländern, fühlt selbst aber
keine unmittelbaren Folgen („Ich kann weder im Einkaufszentrum noch im
Gasthaus irgendetwas von einer Krise bemerken“); es scheint, dass die
Österreicher zwar vorsichtiger, aber nicht unzufrieden geworden sind.35
Finanzielle Sicherheit erscheint ihnen wichtiger als rasches Wachstum der
Einkommen, solange sie die Verteilung als halbwegs fair einschätzen.36
5. Versuch eines Ausblicks
Die Lebenszufriedenheit der Österreicher ist bisher durch die Finanzkri-
se (fast) nicht beeinträchtigt worden. Das bedeutet nicht, dass man die
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39. Jahrgang (2013), Heft 3 Wirtschaft und Gesellschaft
        

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