Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2016 Heft 4 (4)

Wirtschaft und Gesellschaft

42. Jahrgang (2016), Heft 4

(1995) um 11,2% auf 0,456 (2012). Zwischen 2000 und 2012 betrug die
Zunahme 5,3% und zwischen 2008 und 2012 1,8%.
Die Beschäftigungsstrukturverschiebungen, d. h. die Anteilsgewinne
weiblicher Beschäftigter, der Wandel zugunsten der Teilzeitbeschäftigung, der geringfügigen Beschäftigung sowie der Unterjahresbeschäftigung, welche die Veränderung der Lohnverteilung aller unselbstständig
Beschäftigten prägen, lassen sich ausschalten, indem man den betrachteten Personenkreis einschränkt auf die männlichen ganzjährig Vollzeitbeschäftigten. Deren Anteil an der Gesamtzahl der unselbstständig Beschäftigten laut Lohnsteuerstatistik belief sich 2012 auf 38,8%.
Tabelle 4: Gini-Koeffizienten der Verteilung der Lohn- und
Gehaltseinkommen aller unselbstständig Erwerbstätigen bzw. der
männlichen gänzjährig Vollzeitbeschäftigten 1995-2012
1995

2000

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

alle unselbstständig
Beschäftigten

0,410 0,433 0,441 0,443 0,446 0,448 0,451 0,452 0,454 0,456

männliche ganzjährig
Vollzeitbeschäftigte

0,302 0,320 0,316 0,319 0,323 0,327 0,331 0,332 0,331 0,333

Quelle: Statistik Austria, Lohnsteuerstatistik, WIFO-Berechnungen; zitiert aus Glocker et
al. (2014) 273.

Die Lohn- und Gehaltseinkommen der männlichen Standardbeschäftigten sind um ein Drittel weniger ungleich verteilt als die lohnsteuerpflichtigen Einkommen aller unselbstständig Beschäftigten (Gini-Koeffizienten
aus dem Jahre 2012 0,333 : 0,456). Allerdings erhöhte sich auch unter den
männlichen ganzjährig Vollzeitbeschäftigten die Lohnungleichheit erheblich: Der betreffende Gini-Koeffizient stieg von 0,302 (1995) um 10,3% auf
0,333 (2012). Zwischen 2000 und 2012 belief sich die Zunahme auf 4,1%
und zwischen 2008 und 2012 auf 1,8%.

5. Zusammenfassung
Wie einschlägige empirische Studien zeigen, weist Österreich im EUVergleich eine mittelhohe intergenerationelle Bildungspersistenz und eine
hohe intergenerationelle Einkommenspersistenz auf. Vermögenstransfers in Form von Schenkungen und Erbschaften kommen in deutlich höherem Maße einkommensstarken Haushalten zugute und verstärken somit
die Einkommenspersistenz über die Generationen. Hinzu kommt, dass es
einen sehr engen Zusammenhang zwischen der Höhe des aktuellen Bruttohaushaltseinkommens und der Höhe des Haushaltsnettovermögens
gibt. Einkommen und Vermögen (sowie Vermögensübertragungen) wir658
        

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