Full text: Wirtschaft und Gesellschaft - 2019 Heft 1 (1)

Literatur
Boswell, James, Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen (Zürich 1981).
Caverzasi, Eugenio; Godin, Antoine, Stock-flow Consistent Modeling through the Ages
(=Levy Economics Institute of Bard College, Working Paper Nr. 745, Annandale-on-
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Davidson, Paul, John Maynard Keynes (Basingstoke 2007).
Godley, Wynne; Lavoie, Marc, Monetary Economics. An Integrated Approach to Credit,
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Jarchow, H.-J., Theorie und Politik des Geldes 1, Geldtheorie (Göttingen 1973).
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in: The Collected Writings John Maynard Keynes, Volume V (London, Basingstoke 1971).
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Pirker, Reinhard, Märkte als Regulierungsformen sozialen Lebens (Weimar bei Marburg
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Zotter, Thomas, Bankenaufsichtsreform: Aufsicht mit Biss oder „Beraten statt strafen”?
(= A&WBlog, 1.Februar 2019); https://awblog.at/bankenaufsicht-beraten-statt-strafen/.
Zusammenfassung
Entwickelte Volkswirtschaften treten in der Gestalt von arbeitsteiligen Geldwirtschaften
in Erscheinung, bei denen ein staatliches Geldmonopol im Rahmen des „zweistufigen Teil-
reservesystems“ für die Bereitstellung endogener Zahlungsmittel aus dem dezentralen
Kreditvergabeprozess sorgt. Daraus resultiert eine duale Geldhierarchie zwischen dem
staatlichen Geld der Zentralbanken und dem privaten Giralgeld des Geschäftsbankenap-
parats. Der Leistungsanspruch des den dezentralen Zahlungsverkehrs beherrschenden
Giralgelds besteht in einer Transaktionssicherheit auf dem Niveau des souveränen Gel-
des, um die im wirtschaftlichen Wertschöpfungskreislauf begründeten Forderungen und
Verbindlichkeiten durch Zahlungsausgleich schuldbefreiend einlösen und tilgen zu kön-
nen. Darin besteht auch die empirische Grundlage für SFC-basierte Analysekonzepte der
Geldwirtschaft, die dem Bilanzierungsansatz folgen. Die Zahlungsmitteleignung des um-
lauffähigen Giralgelds ist daher liquiditätstechnisch von einem akkommodierenden Reser-
veangebot der Notenbank abhängig, das als Zahlungsmittel zwischen den Geschäftsban-
ken fungiert. Da aber Giralgeld immer als Geldforderungen gegen Geschäftsbanken aus-
gewiesen ist, die mit dem Solvenz- und Liquiditätsrisiko der Emittenten belastet sind,
bedarf es über Einlagensicherungssysteme hinaus auch der ökonomischen Absicherung
durch mikroprudenzielle Regulierung und Beaufsichtigung des Geschäftsbankenapparats.
Diese systemische Aufgabe kann am besten die Notenbank über den Hebel der Reserve-
bereitstellung im Rahmen eines Trennbankensystems erfüllen. Zukunftsweisend sollte
daher die Kompetenz der Bankenaufsicht anlog zum Einheitlichen Aufsichtsmechanismus
der Europäischen Bankenunion bei der Zentralbank konzentriert sein.
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Wirtschaft und Gesellschaft 45. Jahrgang (2019), Heft 1
        

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