Full text: PendlerInnenstudie Wien (1)

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1 Übersicht 
Der folgende Bericht stellt die Situation von Wiener Ein- und AuspendlerInnen inklu-
sive der Gruppe der Wiener NichtpendlerInnen dar. Als Datengrundlage dient die 
Arbeitsmarkt- und Erwerbskarrierendatenbank von L&R Sozialforschung (siehe Kap. 
8.1) in Verbindung mit Wohnortdaten und Daten zum Ausbildungsniveau. Da eine 
Person zum Stichtag gleichzeitig mehrere Erwerbseinkommen mit unterschiedlichen 
Arbeitsorten haben kann, beschreiben wir in dieser Analyse stets Erwerbsverhältnis-
se und nicht Personen. Wenn im folgenden Text also beispielsweise von 317.500 
EinpendlerInnen zu lesen ist, so sind 317.500 Erwerbsverhältnisse des Typs „Ein-
pendlerInnen“ gemeint; aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir aller-
dings auf die zwar korrektere aber sperrige Wortwahl „317.500 Einpendelerwerbs-
verhältnisse“. Wie sieht nun das Verhältnis zwischen den gezählten Personen und 
den gezählten Erwerbsverhältnissen aus? Den im Jahr 2009 durchschnittlich gezähl-
ten knapp 1.049.500 Erwerbsverhältnissen, auf die wir uns in dieser Studie beziehen, 
stehen etwa 993.500 Personen gegenüber. 
Im Jahresdurchschnitt 2009 konnte demnach eine Zahl von knapp 317.500 Einpend-
lerInnen (bzw. korrekt Einpendelerwerbsverhältnissen) gezählt werden. Die Basis für 
diese Zählweise bilden alle Erwerbseinkommen aus dem Bereich der Standardbe-
schäftigungsverhältnisse (vollversichert, Voll- oder Teilzeit), geringfügigen Beschäfti-
gungsverhältnisse, Freien Dienstverhältnisse, Neuen Selbstständigen Erwerbsver-
hältnissen und der Arbeitskräfteüberlassung. Erläuterungen zu den verschiedenen 
Erwerbsformen sind Kap. 8.2 zu entnehmen.  
Diesen knapp 317.500 EinpendlerInnen stehen im selben Zeitraum durchschnittlich 
gut 192.000 AuspendlerInnen gegenüber, Der Pendlersaldo (EinpendlerInnen minus 
AuspendlerInnen) ist demnach mit knapp 125.500 Personen deutlich positiv. Daher 
ist Wien als sog. „EinpendlerInnenbundesland“ zu charakterisieren.  
Die relativ größte Erwerbsgruppe bilden erwartungsgemäß die sog. Nicht-
PendlerInnen, somit Personen, welche sowohl ihren Wohnsitz in Wien haben als ei-
nen Arbeitsplatz haben bei einem Wiener Betrieb innehaben. Im Jahresdurchschnitt 
2009 beläuft sich das Aufkommen der Nicht-PendlerInnen auf knapp 540.000 Perso-
nen.
        

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