Full text: Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung in Wien (2)

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4 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND EMPFEHLUNGEN 
 
4.1 Schlussfolgerungen 
Aus den in den vorangehenden Kapiteln dargestellten Untersuchungen lassen sich die im Fol-
genden dargestellten, wesentlichen Schlussfolgerungen ableiten: 
 
? Die PendlerInnenproblematik ist nicht einseitig zu betrachten 
Den EinpendlerInnen in die Stadt Wien (ca. 248.000) stehen immerhin etwa 104.000 
AuspendlerInnen, die aus Wien zu ihren Arbeitsplätzen in anderen Bundesländern fah-
ren, gegenüber. Das Verhältnis Ein- zu AuspendlerInnen liegt bei etwa 70:30, der Netto-
Überschuss der EinpendlerInnen beträgt also „nur“ 144.000 Personen. Insbesondere 
das südliche Umland von Wien ist bei Weitem kein reines „Auspendlergebiet“, sondern 
weist eine große Zahl von aus Wien kommenden EinpendlerInnen aus. Werden nur 
MIV-PendlerInnen (Pkw-SelbstfahrerInnen) betrachtet, verringert sich das Verhältnis auf 
ca. 68:32, der Netto-Überschuss der EinpendlerInnen, die den eigenen Pkw nutzen, 
liegt bei etwa 73.000. Dies begründet sich dadurch, dass EinpendlerInnen nach Wien 
im Durchschnitt einen höheren ÖV-Anteil aufweisen als AuspendlerInnen aus Wien, die 
häufiger den eigenen Pkw nutzen. 
 
? Transitierende PendlerInnen 
Abgesehen von den Ein- und AuspendlerInnen nach bzw. aus Wien transitiert eine be-
achtliche Zahl von etwa 29.000 ArbeitspendlerInnen das Wiener Stadtgebiet auf dem 
Arbeitsweg mit dem eigenem Pkw und erhöht dadurch das Verkehrsaufkommen auf 
den Korridoren an der Stadtgrenze. Diese Zahl entspricht einem knappen Viertel der 
EinpendlerInnen und knapp 60% der AuspendlerInnen, deren Pendelströme in beiden 
Richtungen von den transitierenden PendlerInnen überlagert werden. 
 
? Großer Anteil der sonstigen Verkehre 
Auf fünf der von der MIV-Kordonzählung erfassten Korridore an der Wiener Stadtgrenze 
entfallen mehr als 50% der Kfz-Fahrten auf nicht von Arbeits-pendlerInnen verursachte 
Fahrten, auf den übrigen vier Korridoren liegt dieser Wert bei knapp unter 50%. Die 
Kordonerhebung stellt somit per se kein direktes Abbild der Pendlerbewegungen dar.
        

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