Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen  
 
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Übersicht 4.3: Verteilung der Krankenstände nach Diagnosecode, Beschäftigte und Arbeitslose, 
Oberösterreich, 2007  
 Beschäftigte Arbeitslose 
 Krankenstandstag
e 
Dauer der Fälle Krankenstandstage Dauer der Fälle 
 Anteile in % ? Anzahl Tage Anteile in % ? Anzahl Tage 
Infektiöse und parasitäre Krankheiten 4,9 4,7 3,4 7,1 
Neubildungen (Neoplasmen) 2,5 28,5 1,7 41,3 
Endokrinopathien, Stoffwechselerkrankungen 0,6 13,9 0,7 22,7 
Krankheiten des Blutes, der blutbildenden Organe 0,1 21,9 0,1 14,3 
Psychiatrische Krankheiten 5,1 28,6 18,0 44,9 
Krankheiten des Nervensystems, der Sinnesorgane 3,3 9,7 3,5 19,7 
Krankheiten des Kreislaufsystems 3,9 17,2 4,1 25,4 
Krankheiten der Atmungsorgane 22,1 6,0 12,4 9,0 
Krankheiten der Verdauungsorgane 3,7 7,9 3,4 15,5 
Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane 2,1 10,5 2,0 17,1 
Komplikationen der Schwangerschaft 1,0 10,8 0,8 10,1 
Krankheiten der Haut 1,4 11,2 1,4 20,3 
Krankheiten des Muskel-Skeletts-Apparats 23,1 15,2 29,9 23,5 
Kongenitale Anomalien 0,1 19,2 0,2 28,3 
Affektionen mit Ursprung in der Perinatalzeit 0,0 8,0 0,0 21,5 
Symptome, schlecht bezeichnete Affektionen 4,5 9,9 4,8 15,5 
Verletzungen und Vergiftungen 20,7 16,9 12,3 26,5 
Anderwärtig kodierte Unfälle 0,2 16,5 0,4 27,3 
Nicht definiert 0,9 15,5 0,8 25,0 
      
Insgesamt 100,0 10,3 100,0 19,0 
Quelle: Leoni 2009: Tabelle 2.7 
4.1.3 Krankenstand in Zusammenhang mit Belastungsfaktoren 
Aus Übersicht 4.4 lässt sich zwar eine Schätzung der Krankenstandstage ablesen, die mit 
arbeitsbedingten gesundheitlichen Beschwerden einhergehen, ein Zusammenhang mit den 
Arbeitsplatzbelastungen ist aber nicht unmittelbar ersichtlich. Ordnet man die ermittelten 
Ausfallzeiten den Beschäftigtengruppen auf Basis ihrer Belastungssituation am Arbeitsplatz zu, dann 
ergibt sich folgendes Bild (die folgenden Werte sind nicht in der Übersicht abgebildet): Beschäftigte 
ohne Belastungsfaktoren fielen im Schnitt nur 0,8 Tage aus. Auf Personen, die mindestens einen 
psychischen (aber keinen körperlichen) Belastungsfaktor genannt hatten, entfallen im Durchschnitt 
3,3 arbeitsbedingte Ausfalltage. Personen, die nur einer körperlichen Belastung ausgesetzt waren, 
verzeichneten durchschnittlich 2,6 Ausfalltage. Jene Arbeitskräfte, die sich am Arbeitsplatz sowohl 
einem körperlichen als auch einem psychischen Belastungsfaktor ausgesetzt sahen, hatten dagegen 
pro Kopf im Schnitt 5,9 Krankenstandstage. Diese Ergebnisse können auch anhand der Angaben im 
Standardmodul der Arbeitskräfteerhebung validiert werden (siehe Übersicht 4.4). Es muss allerdings 
darauf hingewiesen werden, dass zwar die Werte zwischen den (sowohl einfach wie doppelt) 
belasteten und den unbelasteten Personen statistisch signifikant voneinander abweichen, die
        

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