Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen - 117 - 4.2.1.2 Heilmittelkonsum in Österreich Die Gesamtanzahl der verordneten Heilmittel ist zwischen 2005 und 2009 von 103,6 Mio. auf 117 Mio. gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von knapp 13 %. Bei den Heilmittelverordnungen je versicherter Person fand ein Anstieg um 5,5 % statt, das entspricht einer Erhöhung von 17,0 auf 18,6 Heilmittel pro Jahr und Versicherten. Die Ausgaben (ohne Umsatzsteuer) für Heilmittel entwickeln sich in den vergangenen fünf Jahren mit +25% deutlich dynamischer als die Anzahl der Verordnungen, die zwischen 2005 und 2009 um 13% zunahmen. Im Jahr 2009 wurden Heilmittel im Wert von 2,57 Mrd. € verordnet, das entspricht 22 € pro Verordnung. Die vorläufigen Medikamentenkosten für 2010 betragen 2,61 Mrd. €. Die Zunahme der Ausgaben für Heilmittel hat sich in der jüngsten Vergangenheit deutlich abgeflacht. Grund dafür sind die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise von Heilmitteln und Heilbehelfen (RöV). Diese sehen vor, dass bei gleich geeigneten Medikamenten der Vertragsarzt das Preisgünstigste verschreibt. Übersicht 4.8: Entwicklung des Heilmittelkonsums und der Heilmittelkosten in Österreich, 2005 – 2009 2005 2006 2007 2008 2009 Verordnungen 103.614.379 107.690.576 112.453.402 117.634.411 117.080.832 davon öff. Apotheken 86.046.864 89.533.643 93.330.571 97.392.450 96.675.271 davon Hausapotheken 16.576.953 17.165.526 18.133.794 19.136.406 19.168.693 Ausgaben (ohne UST) in 1000 € 2.059.598 2.180.071 2.357.281 2.533.078 2.575.279 davon öff. Apotheken 83,8% 84,2% 83,9% 83,6% 83,8% davon Hausapotheken 14,1% 14,0% 13,9% 14,0% 13,7% jährliche Veränderungen in % Verordnungen 3,9 4,4 4,6 -0,5 davon öff. Apotheken 4,1 4,2 4,4 -0,7 davon Hausapotheken 3,6 5,6 5,5 0,2 Ausgaben (ohne UST) in € 5,8 8,1 7,5 1,7 davon öff. Apotheken 6,3 7,7 7,1 1,9 davon Hausapotheken 4,7 7,9 7,8 -0,1 Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger Kosten der Heilmittel in Österreich nach Altersgruppen Entsprechend der Zunahme sowohl des Anteils jener Personen die Medikamente verordnet bekommen, als auch der verordneten Menge, steigen die Heilmittelkosten mit zunehmendem Alter an. Über alle Altersgruppen hinweg lagen nach Said (2005) in Gesamtösterreich die jährlichen Durchschnittskosten im Jahr 2003 bei 205 € pro Person, unter Anwendung des Verbraucherpreisindex als Maß für den Preisanstieg wären das 229 € für das Jahr 2009 gewesen. Insgesamt sind die Medikamentenkosten bei Kindern und Jungendlichen am geringsten, bei Personen im Erwerbsalter demgegenüber höher. Innerhalb der Erwerbsbevölkerung gibt es zwischen dem fünften und dem sechsten Lebensjahrzehnt eine deutliche Zunahme der Kosten. Die Kosten liegen in der Altersgruppe

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.