Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen  
 
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A. Anhang 
A. I Verwendete Daten  
A.I. I European Survey on Working Conditions 
Die dieser Auswertung zugrunde liegenden Daten, die zu einem europäischen Vergleich von 
psychischen und psychosozialen Arbeitsplatzbelastungs- und Entlastungsfaktoren herangezogen 
werden, sind dem vierten „European Working Conditions Survey“ (EWCS) entnommen. Die Daten 
beziehen sich auf das Jahr 2005 und bilden die Einschätzungen der arbeitenden Bevölkerung in der 
europäischen Union zu Arbeitsplatzbedingungen und gesundheitlichen Beschwerden ab. Die 
Befragung findet anhand eines standardisierten Fragebogens in der jeweiligen Landessprache statt. 
Die Bewertung der Repräsentativität der Stichprobe erfolgt mittels Vergleich mit den jeweiligen 
nationalen Arbeitskräfteerhebungen. Die Verteilung der demografischen Variablen Region, Alter und 
Geschlecht, Berufsgruppe sowie Sektor der Stichprobe des EWCS wurden mit der Stichprobe der 
Arbeitskräfteerhebung verglichen; etwaige signifikante Abweichungen dieser fünf Merkmale der 
EWCS- von der Stichprobe der Arbeitskräfteerhebung aufgrund von Erfassungs- und Non-Response 
Problemen, werden mittels Gewichtung angepasst (Eurofound 2007). 
Für Österreich stehen 1009 Personen zur Verfügung. Bei einer Eingrenzung auf unselbständig 
Beschäftigte zwischen 15 und 64 Jahren reduziert sich die österreichische Stichprobe auf 
842 Individuen, in Deutschland auf 909, in Dänemark auf 901 und für die EU15 auf 12.240 Individuen. 
Die Eingrenzung des Alters wurde vorgenommen, da unterschiedliche Altersgrenzen am unteren und 
oberen Rand der Altersverteilung von den beteiligten Ländern im Rahmen der Befragung der 
Berufstätigen gesetzt wurden (Eurofound 2007). Analog zur Definition der Internationalen 
Arbeitsorganisation (ILO), die bei den Arbeitskräfteerhebungen Anwendung findet, gelten im EWCS 
Personen als berufstätig, wenn diese für mindestens eine Stunde jegliche Arbeit gegen Bezahlung 
innerhalb des Referenzzeitraums verrichtet haben. Selbständige wurden von der gegenwärtigen 
Betrachtung ausgenommen, da ihre Arbeitsplatzbedingungen – insbesondere psychische und 
psychosoziale –  oft nicht mit denen von unselbständig Beschäftigten konform sind.  
Übersicht A.1: Bildung des Anforderungs-Kontroll Index im European Working Conditions Survey 
Anforderungen (Intensität) 
Hohes Arbeitstempo: Frage: „Wie häufig beinhaltet Ihre Arbeit ein hohes Arbeitstempo?“ 
Antwortmöglichkeiten: „die ganze Zeit“ oder „fast die ganze Zeit“  (=1), „ungefähr drei Viertel der 
Zeit“(=0,75), „ungefähr die Hälfte der Zeit“(=0,5), „ungefähr ein Viertel der Zeit“(=0,25), „fast nie“ 
oder „nie“(=0). 
Termindruck: Frage: „Wie häufig beinhaltet Ihre Arbeit arbeiten unter Termindruck?“ 
Antwortmöglichkeiten: „die ganze Zeit“ oder „fast die ganze Zeit“ (=1), „ungefähr drei Viertel der 
Zeit“(=0,75), „ungefähr die Hälfte der Zeit“(=0,5), „ungefähr ein Viertel der Zeit“(=0,25), „fast nie“ 
oder „nie“(=0). 
Zeitdruck:  Frage: „Sie haben genug Zeit, Ihre Arbeit zu erledigen?“ Antwortmöglichkeiten: „fast nie“ 
(=1), „selten“(=0,75), „manchmal“(=0,5), „häufig“(=0,25) oder „fast immer“(=0). 
Anforderungen (Intensität)-Index: Die Indikatoren „Hohes Arbeitstempo“, „Termindruck“ und 
„Zeitdruck“ wurden aufaddiert und durch drei geteilt; somit erhalten alle drei Indikatoren das gleiche
        

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