Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen  
 
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Abbildung 3.4: Indikatoren zur Kontrolle (Autonomie) unselbständig Beschäftigter zwischen 15 und 
64 Jahren (%) 
59,3
57,1
67,7
9,6
28,4
44,8
50,6
69,8
60,6
6,4
11,5
39,9
84,6
80,0 80,8
20,5
42,7
62,0
59,7
64,9 65,2
9,5
24,9
45,1
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Kontrolle: 
Reihenfolge 
Kontrolle: 
Arbeitsweise
Kontrolle: 
Arbeitstempo
Kontrolle: Auswahl 
der Kollegen
Kontrolle: 
Pauseneinteilung
Kontrolle-Index
Österreich Deutschland Dänemark EU15
 
Quelle: European Survey on Working Conditions 2005, WIFO-Berechnungen. 
Die Autonomie in Bezug auf die Reihenfolge der Ausführung von Aufgaben liegt in Österreich (59 %) 
und speziell in Deutschland (51 %) weit unter dem dänischen Wert (85 %). Vergleichsweise wenig 
Kontrolle haben österreichische unselbständig Beschäftigte beim Vorgehen bei der Erledigung einer 
Aufgabe (Arbeitsweise): Der in Österreich gemessene Wert von 57% liegt unter dem deutschen (70 %), 
dänischen (80 %) und dem der EU15 (65 %). Die für Österreich gemessenen Kontroll-Indikatoren 
„Arbeitstempo“ (68%) und „Auswahl der Kollegen“ (10%) liegen hingegen etwas näher an den 
dänischen Einschätzungen von 81 %, respektive 21 % und sogar leicht über den EU15 Werten von 
65 %, respektive 10 %. Bei der Autonomie hinsichtlich der Pauseneinteilung liegt der österreichische 
Wert von 28 % über dem in Deutschland gemessenen von 12 % und dem Durchschnittswert für die 
EU15 von 25 %, jedoch noch weit unter dem der dänischen unselbständig Beschäftigten von 43 %. 
Wird das Krankheitsbild von unselbständig Beschäftigten zwischen 15 und 64 Jahren mit niedriger und 
hoher Eigen-Kontrolle am Arbeitsplatz in der EU15 verglichen, so zeigt sich eine etwas bessere 
gesundheitliche Verfassung der Beschäftigten mit mehr Arbeitsplatzautonomie (Abbildung 3.5). Der 
wahrgenommen Gesundheitszustand der Beschäftigten mit weniger beruflicher Selbstbestimmung ist 
schlechter, relativ zu Beschäftigten mit größerer Entscheidungsfreiheit. Letztere können die 
Reihenfolge ihrer Aufgaben, das Vorgehen bei der Erledigung einer Aufgabe, das Arbeitstempo oder 
den Arbeitsrhythmus sowie die Auswahl der Kolleginnen und Kollegen und die Einteilung der Pausen 
zu einem höheren Grad selbst bestimmen oder beeinflussen. Die Anteile der körperlichen und 
psychischen Beschwerdemerkmale der weniger autonomen Beschäftigten, liegen über denen der 
Beschäftigten mit einem höheren Grad an beruflicher Entscheidungsfreiheit. Subjektive physische 
oder auch psychophysische Symptome wie Rückenschmerzen, muskuläre Schmerzen und 
Beschwerden im Schulter und Nackenbereich und/oder in den unteren/oberen Gliedmaßen werden 
von 24 % und 22 % der Beschäftigten mit niedriger Kontrolle am Arbeitsplatz benannt. Das Auftreten 
dieser Gesundheitsprobleme liegt bei Beschäftigten mit höherem Entscheidungsspielraum bei 17 %
        

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