Full text: Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen

Psychische Belastungen der Arbeit und ihre Folgen - 76 - psychischer arbeitsbedingter Belastungsfaktor für die (psychische) Gesundheit wird an späterer Stelle näher beleuchtet. Abbildung 3.29: Anteil der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64, die während der vergangenen zwei Wochen zumindest zeitweilig negative Gefühle wie Traurigkeit, Verzweiflung, Angst oder Depression hatten, nach bestimmten Berufen und Geschlecht 2006/07 21 ,3 12 ,3 23 ,2 20 ,0 23 ,1 25 ,8 22 ,2 22 ,9 21 ,9 23 ,2 41 ,9 31 ,7 29 ,0 21 ,4 24 ,0 12 ,4 25 ,5 12 ,6 9,2 15 ,2 16 ,2 13 ,9 15 ,3 5,3 14 ,0 14 ,7 16 ,7 17 ,3 9,7 13 ,0 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Fü hr un gs kr äf te Ak ad . u nd ve rw . Ge su nd he its be ru fe (o hn e B iow iss .) ak ad em isc he Le hr kr äf te nic ht ak ad . m ed . F ac hb er uf e, DG KS , G eb ur tsh ilfe nic ht ak ad . L eh rk rä fte Bü ro an ge ste llt e oh ne Ku nd en ko nt ak t Bü ro an ge ste llt e m it K un de nk on ta kt Pe rso ne nb ez . D Lb er uf e u nd Sic he rh eit sb ed ien ste Ve rka uf sk rä fte (in kl. M od ell e, Vo rfü hr er ) Ha nd we rk s- un d v er wa nd te B er uf e An lag en - u nd M as ch ine nb ed ien er , M on tie re r Ve rka uf s- un d D Lh ilf sk rä fte so ns tig e H ilfs ar be its kr äft e so ns tig es GE SA M T in % Frauen Männer Quelle: Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/07, gewichtete Ergebnisse, DUK-Berechnungen. 3.2.3.4 Alkohol- und Nikotinkonsum als Indikatoren für die Stressbelastung Der übermäßige Konsum von Alkohol und Nikotin kann ein Hinweis auf eine starke Stressbelastung sein, die durch eben dieses Suchtverhalten kompensiert werden soll. Nachfolgende Abbildung 3.30 zeigt die berufsgruppenspezifischen Unterschiede hinsichtlich des Anteils der Erwerbstätigen, die angeben, momentan zumindest gelegentlich zu rauchen. Es zeigt sich auf den ersten Blick, dass Männer häufiger rauchen als Frauen. Sowohl Männer als auch Frauen rauchen häufiger, wenn sie in Berufen mit starkem psychosozialem Druck arbeiten, also in personenbezogenen Dienstleistungsberufen und als Sicherheitsbedienstete oder als Verkaufskräfte. Ebenso wird häufiger in Handwerksberufen, in der Anlagen- und Maschinenbedienung oder in Hilfsarbeitstätigkeiten geraucht. Arbeiterinnen und Arbeiter haben eine deutlich erhöhte Häufigkeit des Nikotinkonsums (Männer: 45,3 %; Frauen: 36,4 %), was aus Abbildung 3.31 hervorgeht. Auffallend ist, dass Frauen nur in akademischen Lehrberufen und in nicht-akademischen Gesundheitsberufen häufiger rauchen als ihre männlichen Kollegen.

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