Full text: Verkehr in der Stadt (4)

Verkehr in der Stadt 
ARBEITERKAMMER WIEN                                                                                                            13 
2.2.4 Günther Schweizer – ARBÖ 
In den letzten Jahren wurde der Autoverkehr massiv verteuert. Aus Sicht des ARBÖ besteht 
jedoch die gesellschaftliche Verpflichtung, Mobilität leistbarer zu gestalten, gerade für 
Arbeitnehmer. Ein mögliches Zukunfsszenario (2020): 
? E-Mobilität ist nur ein Nischenangebot, kurzfristige Chancen bestehen bei e-bikes, e-
Mopeds und im kommunalen Bereich 
? Umstellung auf fahrleistungsbezogene Steuern unter der Voraussetzung, dass 
Gesamtbetrag nicht steigt 
? Stopp der Zersiedelung 
? Gefahr aufgrund „Gigaliner“, dass Güterverkehr wieder von Schiene auf Straße 
rückverlagert wird.  
? Mobilität wird bunter 
? Verbrennungsmotoren werden noch viele Jahre dominieren – Spritsparpotential und 
Sparpotentiale aufgrund Leichtbauweise, Reifen und Fahrweise. 
2.3 Zusammenfassung der diskutierten Themen 
Lenkungsmaßnahmen - City maut versus Parkraumbewirtschaftung: in Stockholm ist die 
Zahl der Autofahrten wieder gestiegen. Im Wien ist eine Abnahme der Autos in den inneren 
Bezirken in Wien u.a. dank Parkraumbewirtschaftung festzustellen.  
Parken: Parkgaragen sind sehr teuer, gleiches gilt für die Tarife für Pendlerinnen in Wien. 
Es ist sinnvoll Park & Ride Anlagen vor Ort zu errichten und nicht erst in der Stad. P& Ride 
ist in Niederösterreich gratis, in Wien fallen Kosten mit 3 € pro Tag an.  
Langfristige Überlegungen hinsichtlich Parkraumbewirtschaftung in Wien gehen in 
Richtung unterschiedliche Tarifzonen beim Parken bzw. einer Flexibilisierung. 
Wirtschaftsverkehr: Schaffung von zeitlich beschränkten Haltemöglichkeiten, es wird kein 
Dauerparken angestrebt. 
Raumplanung - Problem Zersiedelung: es ist politischer Nachholbedarf festzustellen. 
Förderung der Siedlungsachsen ist von Bedeutung. 
? Baulandgrenzen 
? Stärkung PGO, Zusammenarbeit Wien-NÖ intensivieren, Zusammenarbeit PGO – 
SUM auf freiwilliger Basis, gemeinsame Regionalplanung (z.B. 
Siedlungsentwicklung) 
Keiner pendelt gern mit dem Auto, auch Arbeitsplätze im Umland sind zu schaffen. 
Umlandverkehr - ÖV: es wurde keine Umsetzung des S-Bahn Konzepts Wien 
weiterverfolgt. 
Steigende Ölpreise führen zu einer Verhaltensänderung. Die Preisgestaltung muss für 
Konsumentinnen nachvollziehbar bleiben. Ein gegenläufiger Trend war im Jahr 2009 
festzustellen: Anstieg Pkw-Zulassungen aufgrund intensiver Werbung und günstiger 
Treibstoffpreise. 
Verkehr im Stadterweiterungsgebieten z.B. Seestadt Apern: es werden 
Wohnsammelgaragen angelegt. Die U-Bahn und der Ausbau des Marchegger Astes sind bis
        

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