Full text: Verkehr in der Stadt (4)

Verkehr in der Stadt 
ARBEITERKAMMER WIEN                                                                                                            15 
3. DER ÖFFENTLICHE VERKEHR AM 
ARBEITSWEG 
3.1 Einleitung 
Nach der Auftaktveranstaltung mit Vertreterinnen der einzelnen Verkehrsmittel und einer 
weiteren Veranstaltung mit dem Fokus Auto stand dieses Mal der öffentliche Verkehr am 
Programm. 
Während der öffentliche Verkehr von den Wiener Binnen Pendlerinnen sehr gut 
angenommen wird, liegen die Anteile bei den grenzüberschreitenden Ein- und 
Auspendlerinnen klar darunter, wobei festzustellen ist, dass dies je nach Region und 
Richtung sehr unterschiedlich ist.  
Trotz ÖV Ausbau und anderer Lenkungsinstrumente stellt also für viele das Auto nach wie 
vor das attraktivste Verkehrsmittel am Arbeitsweg dar. Bei jenen, die jetzt öffentlich am 
Arbeitsweg unterwegs sind, steigt die Unzufriedenheit und viele überlegen wieder den 
Umstieg auf das Auto. 
? Woran liegt es also, das trotz eines sehr gut ausgebauten ÖV-Netzes in Wien nach 
wie vor sehr viele beim Ein- oder Auspendeln dem Auto den Vorzug geben?  
? Welche Maßnahmen bzw. Instrumente sind zielführend, den öffentlichen Verkehr in 
Wien noch mehr zu fördern und vor allem für die Stadt-Umland Beziehungen 
attraktiver zu gestalten?  
? Wie kann neuen Zielgruppen der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr schmackhaft 
gemacht werden?  
? Sind intermodale Schnittstellen (Park & Ride, Bike & Rider) ausbaufähig und 
sinnvoll? 
Nach Darstellung der einzelnen Positionen am Podium, gab es wieder ausreichend 
Möglichkeit für eine vertiefende Diskussion. 
3.2 Positionen 
3.2.1 Sylvia LEODOLTER – AK Wien 
Aus Sicht der AK müssen folgende Themen ernst genommen werden: 
? Pendlerinnen sind für Wien unverzichtbar  
? Wer mehr Pendlerinnen im ÖV will, muss Anreize nicht nur im Verkehrsbereich 
setzen  
? Pendlerinnen sind Kundinnen im ÖV mit berechtigten Anliegen  
? Das ÖV-System in Wien besteht nicht nur aus den Wiener Linien  
? Pendeln verursacht Stress und kostet Geld  
Grunddaten – Hintergrund: 
? In Österreich pendelt etwa jeder zweite der rund 3,6 Millionen Erwerbstätigen, das 
heißt: 1,8 Millionen pendeln täglich in eine andere Gemeinde zur Arbeit.
        

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