Full text: Verkehr in der Stadt (4)

Verkehr in der Stadt 
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4. NICHT MOTORISIERT UND TROTZDEM 
MOBIL ZUR ARBEIT 
4.1 Einleitung 
Der 4. Teil unserer Veranstaltungsreihe beschäftigte sich mit dem nicht motorisierten 
Individualverkehr. Nach dem motorisierten und dem öffentlichen Verkehr ist diesmal der 
Fokus auf die Mobilitätsbedürfnisse von FußgängerInnen und RadfahrerInnen auf dem Weg 
zur Arbeit gerichtet. 
Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs zählt zu den obersten Prioritäten der Wiener 
Verkehrs- und Umweltpolitik und wird auch seitens der AK Wien unterstützt. 
Dementsprechend wurden bereits in den letzten Jahren eine Fülle von Maßnahmen 
entwickelt, teilweise unter Einbeziehung der Bevölkerung, die auf eine Erhöhung der 
Attraktivität dieser Verkehrsarten abzielen. Häufiger Kritikpunkt dabei ist, dass die 
Radverkehrsplanungen oftmals zu Lasten des FußgängerInnenverkehrs erfolgen und 
Konflikte innerhalb des nicht motorisierten Individualverkehrs zur Folge haben. 
Auch auf Bundesebene werden unter den Schlagworten Klimaschutz oder betriebliches 
Mobilitätsmanagement Initiativen gesetzt, die auf eine Förderung der sanften Mobilität 
abzielen. Der Arbeitsweg spielt bei diesen Betrachtungen natürlich immer eine wichtige 
Rolle. 
Doch, welche Maßnahmen sind notwendig, die Ziele Wiens hinsichtlich einer weiteren 
Steigerung des Radverkehrs- bzw. FußgängerInnenanteils am Gesamtverkehr und speziell 
auf dem Weg zur Arbeit zu erreichen? Nach Darstellung der einzelnen Positionen des 
Podiums wurde diese Fragestellung in der anschließenden Diskussion näher beleuchtet. 
4.2 Positionen 
4.2.1 Michael Klug - AK Wien 
Potentiale des zu Fuß Gehens in Wien:  
? Fast alle zu Fuß zum Arbeitsplatz gehende WienerInnen innerhalb ihres 
Wohnbezirkes (rd. 40.000). 
? Noch mehr Wiener TagespendlerInnen innerhalb des Wohnbezirkes mit PKW als 
Fahrer oder Beifahrer unterwegs (rd. 45.000). 
? Allein innerhalb der inneren Bezirke Wiens sind täglich rund 30.000 
TagespendlerInnen in ihrem Pkw unterwegs. Dies enstspricht in etwa ? aller 
motorisierten EinpendlerInnen Wiens. 
Konflikte zwischen FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind oftmals bei gemischter 
Führung (gemeinsamer Geh- und Radweg) festzustellen: 
? Es gibt keine Gleichberechtigung auf gemischter Fläche. 
? Fahrrad ist Fahrzeug – Bevorrangung der FußgängerInnen notwendig. 
? In den meisten Fällen ist die Lösung für den Fahrradverkehr auf der Farbahn zu 
finden.
        

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