Full text: Verkehr in der Stadt (4)

Verkehr in der Stadt 
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? Bei beengten räumlichen Verhältnissen in der Stadt ist eine Prioritätenreihung laut 
Masterplan Verkehr vorzunehmen – Umweltverbund vor motorisierteem Individual-
verkehr 
? Eine Gesamtverkehrsplanung für den Großraum Wien ist notwendig:  
~ 650.000 BinnenpendlerInnen 
~ 200.000 EinpendlerInnen 
bald 100.000 AuspendlerInnen  
? Eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf Stadtrandbereiche wäre für viele 
Beschäftigte aus dem Umland mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden. 
Um das notwendige Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr sicherzustellen, sind 
kostengünstige Umsteigemöglichkeiten zu schaffen (vergünstigte Tarife bei Park & 
Ride Anlagen, attraktive Kombitickets.  
? Ein weiterer Ausbau von Park & Ride außerhalb Wiens muss in Kooperation mit 
Niederösterreich und der ÖBB erfolgen 
? Ein weiterer  ÖV Ausbau (auch in den neuen Stadtteilen) ist sicherzustellen. Neben 
dem weiteren U-Bahn- und Straßenbahnausbau ist auch der S-Bahn Ausbau 
voranzutreiben. Die Optimierung der Verknüpfung S-Bahn und U-Bahn birgt großes 
Potential. 
? Mindeststandards auch für den Fuß- und Radverkehr sind zu gewährleisten. 
1.2.2 FußgängerInnen – Elisabeth Irschik, Stadt Wien 
FußgängerInnen haben je nach sozialer Rolle auch unterschiedliche Ansprüche und 
Bedürfnisse. Beispiele dafür: 
? Bewegungsraum, Verweilraum 
? Schnelles Vorankommen, Flanieren 
? Barrierefreiheit, Rastmöglichkeiten 
? Verkehrssicherheit, Sicherheitsempfinden 
Gleiches gilt auch für unterschiedliche Wegzwecke – so unterscheidet sich beispielsweise 
die Verkehrsmittelwahl bei Versorgungswegen deutlich von Arbeitswegen. 
Wichtig sind Projekte und Aktivitäten die diese Verkehrsart fördern und zu mehr 
Gleichberechtigung führen. Hier sind vor allem „Gender Mainstreaming“ Projekte zu nennen 
und dem Pilotbezirk Mariahilf. Auch das „Leitbild Öffentlicher Raum“ enthält wesentliche 
Gestaltungsgrundsätze und mit der Sozialraumanalyse existiert ein neues Instrument, die 
Bedürfnisse künftiger NutzerInnen zu erheben. 
1.2.3 RadfahrerInnen – Julian Baker, Stadt Bern 
Die Stadt Bern hat – wie in der Schweiz üblich – eine lange Tradition der 
Radverkehrsförderung und hat folgende Grundsätze aufgestellt: 
? Fahrräder sind Fahrzeuge, sie gehören auf die Fahrbahn 
? Fahrräder brauchen auch Platz, zielnahe und sichere Abstellplätze sind nötig 
Auch in den Bauverordnungen des Kanton Berns ist – im Unterschied zu Österreich – eine 
Mindestanzahl an Radabstellplätzen vorgesehen. Dies gilt sowohl für private Bauträger als 
auch öffentliche Einrichtungen.  
Demzufolge sprechen die Zahlen zum Veloverkehr eine deutliche Sprache:
        

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