Full text: Reichtum in Zahlen

wo bleibt Die mittelscHicHt?
grafik 3. einkommensgruppen
Quelle: EU-SILC 2010 Quelle: HFCS Austria 2010
Die ungleiche Verteilung der Vermögen entspricht 
nicht dem Wunschbild der meisten Menschen für eine 
gerechte Gesellschaft. Die große Mehrheit hätte gerne 
eine breite Mittelschicht, die auch einen entsprechenden 
Anteil am Wohlstand hält. Die Verteilung der Einkommen 
(nicht der Vermögen!) in Österreich zeigt auch tatsäch-
lich dieses Bild (Grafik 3). Zugleich gibt es relativ wenige 
Haushalte mit hohem Einkommen. Jedoch fällt jeder 
achte Haushalt unter die Niedrigeinkommen. 
grafik 4. Vermögensgruppen
Bei Vermögen hingegen besteht eine krasse Schieflage.
Der weitaus größte Teil des Vermögens wird von einer 
kleinen, sehr vermögensreichen Gruppe gehalten, die 
etwa zwei Drittel des gesamten privaten Vermögens in 
Österreich auf sich vereint (Grafik 4).
Nur etwa ein Viertel der Haushalte gehören zu der 
Gruppe mit den mittleren Vermögen, und es gibt eine 
sehr große Gruppe von Haushalten, fast zwei Drittel, die 
ein niedriges Vermögen besitzen. Diese beiden, niedrige 
und mittlere Vermögen, besitzen auch nur einen kleinen 
Teil am Gesamtvermögen.
* mittel: 60-180% des Durchschnittshaushaltseinkommens * mittel: 60-180% des Durchschnittshaushaltsvermögens
einkommen*
% des einkommens % des haushalte
Hoch
mittel
niedrig
 100 50 0 50 100
Vermögen*
% des Vermögens % des haushalte
Hoch
mittel
niedrig
 100 50 0 50 100
Während also die Einkommen „bauchig“ verteilt sind, 
sind Vermögen „schief“ verteilt. Das heißt, die Masse der 
Einkommen liegt in der Mitte, während sich die Masse 
der Vermögen am oberen Rand konzentriert.
        

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